Sprache und Verständigung im wortlosen Raum

Text

von  DanceWith1Life

An manchen Abenden kam keine Euphorie auf, jeder zupfte an seinen Hörgewohnheiten, Themen wurden aufgegriffen, angespielt wieder verworfen, ganz besonders wenn die Sängerin außer Haus war. Wenn ein Bassist da war, gab es zumindest einen Rhythmusteppich, da wir auch einen Moog rumstehen hatten, wurde das mitunter sehr experimentell, nicht jedermanns Sache. War ein Gitarrist da, wurden seine Ideen abgearbeitet. Ob das dem Attribut „Weltsprache Musik“ gerecht wird, kann ich nich beurteilen.

Während gute Abende sich bis tief in die Nacht ausdehnten, waren solche eher kurzlebig.

Also der Spruch, ohne Moos Nix los, stimmt in der Musik jedenfalls nicht, das lag nicht am Geld. 


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Kommentare zu diesem Text


 Wastl (30.05.26, 14:49)
Auch das Leben selbst, könnte man mit einer Jam-Session vergleichen. Ich stell mir grad vor, dass sechs kopflastige Akademiker miteinander Musik machen wollen ... wie könnte das aussehen. Wird davor viel zu viel miteinander gesprochen und ausgehandelt, bis es endlich losgehen kann?

Oder sechs Bauchgefühlmusiker, die sich zufällig alle ein paar Minuten vor ihrem Musikraum aufeinandertreffen. Anstatt zuerst ihr Ziel zu erreichen fangen sie schon an zu musizieren, während die Autos um sie herum hupen, sie sollen jetzt doch endlich die Straße frei machen.
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