Nachdem ich meine erste Arbeitsstelle angetreten hatte, konnte ich die Anzahl der Körperbewegungen pro Zeitspanne, die ich bisher bei der Ausführung meiner Haushaltsaufgaben gewohnt war, nicht mehr halten. Das lag daran, dass die Zeitspanne kürzer war und sich Zeitspannen zur Erfüllung von Haushaltsaufgaben überhaupt seltener ergaben. Während des Studiums musste ich das Haus nicht an fünf von sieben Tagen verlassen. Ich konnte die Haushaltsaufgaben mit der frischen Morgenenergie erledigen. Jetzt brauchte ich die frische Morgenenergie an fünf von sieben Tagen für die Arbeit. Bei der Arbeit hatte ich viele Aufgaben zu erledigen, die mit den Aufgaben, die andere Mitarbeitende zu erledigen hatten, wie Zahnräder ineinandergreifen sollten, inhaltlich und zeitlich. Das bedeutete, dass bei der Arbeit immer ein Stress in mir wütete, derselbe Stress wie bei der Erledigung von Haushaltsaufgaben. Wie bei der Erledigung von Haushaltsaufgaben hinterließ dieser Stress eine Anspannung, die noch Stunden später in mir vor sich hinlungerte und eine Erschöpfung, die ich aufgrund der Anspannung nicht beheben konnte. Wenn ich nach Hause kam, war ich zu erschöpft und zu angespannt, mir etwas zu Essen zu kochen, obwohl ein brüllender Hunger in mir wütete, weil ich während der Arbeit nichts gegessen hatte, weil ich keine Zeit dazu hatte und auch, weil ich mit einem gefüllten Magen, viel langsamer denke und handle, also arbeite. Der brüllende Hunger war zum Zeitpunkt, als ich aus der U-Bahn stieg, dermaßen aufdringlich, dass ihn sofort stillen und nicht warten wollte, bis ich mir eine gesunde Mahlzeit zubereitet hätte. Deshalb kaufte ich mir auf dem Rückweg mein Abendessen in Restaurants und Straßenständen.
Es stellte sich heraus, dass diese Lösung zwar pragmatisch nachvollziehbar, aber nicht gut für mich war. Sie führte zu Geldverschwendung. Ich gab einen großen Teil meines Gehalts für Essen aus, das andere zubereitet hatten und konnte kaum einen Notgroschen zurücklegen. Sie führte auch zu einer Abnahme an Lust überhaupt etwas zu essen, ohne dass dabei die Lust an Notwendigkeit abnahm. Außerdem führte sie zu einer Abnahme meiner Gesamtfreude, denn ich koche gerne.