Der Einkauf beim Discounter belief sich auf € 14,98. Einige weitere Kleinigkeiten erwarb ich im Schnelldurchlauf im nahen Lebensmittelgeschäft meines Vertrauens. Der Kassenzettel wies exakt € 14,98 aus.
Auf der Heimfahrt dachte ich darüber nach, ob diese Koinzidenz etwas zu bedeuten habe, etwa analog einer Schnapszahl. Ich fand keine Erklärung, kam aber stattdessen zu der Erkenntnis, dass diese insgesamt € 30,00 früher etwa DM 60,00 ausgemacht hätten. Über galoppierende Inflation wollte ich aber auch nicht weiter nachdenken, es hätte meine bis dahin relativ gute Laufe nur beeinträchtigt.
Der weitere Tag verlief ohne besondere Vorkommnisse. Beim Zubereiten der Apfelpfannkuchen, die wir anschließend mit viel Ahornsirup genossen, konnte ich der Riesenmähmaschine von Bauer Dreyer zuschauen, der auf den nahen Wiesen endlich die erste Mahd durchführte. Ich hoffte, dass der Fasan, der dort seit Tagen herumkrächzte, rechtzeitig das Weite ergriffen hatte. Um die zahlreichen Feldhasen machte ich mir weniger Sorgen.
Im Viertel blieb es ansonsten still wie auf einem Friedhof. Ein bleierner Himmel und eine hohe Luftfeuchtigkeit trugen zur allgemeinen Lustlosigkeit bei. Da half am Nachmittag nur ein neuer Kriminalroman. Etwas Aufregenderes würde nicht mehr passieren.