EINE NAMENLOSE BRISE

Gedicht

von  Drita


Eine namenlose Brise
Trug mich nach Pristina.


Sie kreist um die Sehnsucht wie ein Klagelied,
Angstdurchzogen zittern die Blätter auf den Plätzen,
Die Mädchen der Buchstaben sind spurlos verschwunden.


Wie ein Wort der Poesie, wenn Sehnsucht seufzt,
Flehe ich, dass sie zurückkehren.


Ich rufe Don Regen an,
Ich rufe Pater Sonne,
Im Flehen verliere ich mich
Und kehre in Gedanken zurück.


Kein Flugzeug vermag es, zwei Lasten zu tragen:
Die eine Enttäuschung,
Die andere Vergessen.



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Kommentare zu diesem Text


 Aber (21.06.26, 04:51)
Schwere Kost, die Erinnerung trägt an Wal Dieter, stets erpicht auf gedankenvollen Raum.

 EkkehartMittelberg (21.06.26, 10:57)
Hallo Drita,

die Schlussmetapher gehört zu den besten, die ich je gelesen habe.

Liebe Grüße
Ekki
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