Nach dem neuesten Konzil des Vatikans gibt es nun strengere Regeln für den Zölibatsbruch. Wenn jemand zum zweiten Mal „erwischt wird”, geht die für ihre Milde gegenüber Verfehlungen ihres Personals bekannte Kirche diesmal viel härter vor. Der in Ungnade gefallene Priester muss daraufhin täglich mehrere Stunden auf einem Stuhl in einem vor einer Kirche aufgestellten Glaskasten sitzen.
Den Einwohnern des jeweiligen Dorfes oder der jeweiligen Stadt ist es dann erlaubt, den zweifachen Zölibatsbrecher mit vorwurfsvollen Blicken zu bestrafen. Manche machen von dieser neuesten Disziplinarmaßnahme sehr oft Gebrauch. Danach sitzen sie wieder bei ihren Liebsten im Wohnzimmer vor dem Fernseher und erzählen, wie gut es getan hat, den Zölibatsbrecher so strafend und vorwurfsvoll angeschaut zu haben.
Doch leider missbrauchen einige besonders aggressive Zeitgenossen die Gunst der Stunde und spucken auf den Glaskasten. Schon nach einiger Zeit ist die Sicht zu dem Zölibatsbrecher durch das Glas nicht mehr klar. Einige besonders schlaue Zölibatsbrecher nutzen dies dann aus, indem sie statt sich selbst eine Puppe auf den Stuhl setzen. Dank der Spucke ist diese nur verschwommen zu sehen und kann leicht mit dem Priester verwechselt werden.