Was man begehrt
Beim Bierchen ist dir anzumerken,
es zieht dich fort zu neuen Werken.
Du hast nun deinen Spaß gehabt,
fürs Treusein bist du unbegabt.
Sie heult und du bist, reisefroh,
längst unterwegs nach anderswo.
Warum verliert, was man begehrt,
sobald man es besitzt, an Wert?
Wie oft hast du mir schon gestanden,
dass ich der Mensch wär, um zu landen.
Bloß hab ich dummerweise kein
Interesse am Verfügbarsein.
Ich bin, ist es verkohlt, das Stroh,
längst unterwegs nach anderswo.
Warum verliert, was man begehrt,
sobald man es besitzt, an Wert?
So taumeln wir, von Hast besessen,
durch einen Urwald von Adressen,
an die wir dann nur flüchtig rührn,
weil wir nicht wirklich etwas spürn.
Die Liebe ist, krank vom Nur-so,
längst unterwegs nach anderswo.
Warum verliert, was man begehrt,
sobald man es besitzt, an Wert?