Ein Tropfen, ein Tropfen! Schön wäre ein Nippen
am Wasser, schon öffnen sich staubige Lippen
der blumigen Kinder, in Weiten des Gartens,
nach mehr oder minderen Zeiten des Wartens.
Längst bröckelt des Erdreichs verkrusteter Mund -
ihm kam jede Nässe bis jetzt nur vom Hund
des Hauses, doch wer will an solcher sich laben,
man muss, was so scheidet, zum Aufbau nicht haben.
Es spürn die Gewächse ihr langsames Welken,
ach, könnt eine Hexe die Wolke nur melken,
die über den Köpfen so donnergleich zittert -
obs bald, den Geschöpfen zum Vorteil, gewittert?
Ein Blitzen, ein Klopfen, es ist kaum zu denken,
mit drei kleinen Tropfen die Münder zu tränken.
Nach einigem Krampfen entspringen noch sechs,
doch jene verdampfen noch vor dem Gewächs.
Das Beet fleht zum Himmel, längst bar aller Kräfte -
es spürt eine Primel, die letzte, noch Säfte,
bei andern beginnen die Köpfchen zu hängen
und was macht die Wolke? Die lässt sich nicht drängen.
Sie donnert und blitzt, das gibt allen den Rest,
und zieht einfach weiter. Heut wird nicht genässt!