Vor geraumer Zeit las ich in einem Interview einer Zeitung mit einem/r Spezialisten/in, Donald Trump könne gar "kein Narzißt" sein, da er zwar unzweifelhaft die Persönlichkeitszüge dazu habe, aber das Leiden daran offensichtlich fehle. Es könne niemand Narzißt sein, der nicht darunter leide. Folglich wäre Donald Trump kein Narzißt.
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Welch ein Unsinn. Und das von einem/r "Fachmann/Fachfrau". Da braucht man sich über das seit Jahrzehnten etablierte Sammelsurium an Fehldiagnosen (etwa bei der Prognose für Straftäter) nicht zu wundern. Woher will der/die Psychologe/in (wenn er/sie diesen hehren Titel denn tatsächlich verdient) aus der Ferne wissen, daß Trump nicht darunter leidet? Und wenn er tatsächlich nicht darunter leidet, ändert das irgendwas? Wird dadurch sein Verhalten etwa weniger krank?
Jedermann kann - wenn er will - sehen, daß Trump den Bezug zur Realität und zu seinem tatsächlichen Selbstbild völlig verloren hat und heute mal so, morgen mal so redet und handelt. Er hechtete - völlig irreal - etwa dem Friedensnobelpreis hinterher und will heute sowieso nicht mehr wissen, was er gestern (oder war es vor wenigen Minuten?) gesagt beziehungsweise versprochen hat. Aber er ist grundsätzlich "der Beste" in allen Disziplinen, egal wie er spricht oder handelt und was dabei herauskommt. Und es gibt immer genug Leute, die grundsätzlich Applaus dazu klatschen.
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