auch der Tod
Text
von HannaScotti
Kommentare zu diesem Text
Stimmt.
Nicht für alle ist der Tod ein Schrecken.
LG TT
Nicht für alle ist der Tod ein Schrecken.
LG TT
Nein Tasso, ich bin Hospizmitarbeiterin und lerne viel von diesem scheinbar ungnädigen Gast.
LG Hanna
LG Hanna
Antwort geändert am 27.08.2026 um 13:56 Uhr
Moin Hanna,
was für eine Umarmung! Du zeigst etwas beinahe Ungeheuerliches und zugleich unendlich Zärtliches. Leben und Tod begegnen sich nicht länger als Gegner. Für einen Augenblick scheint zwischen ihnen etwas zu entstehen, das größer ist als die Angst: ein stilles Einverständnis mit dem Unabwendbaren.
Die alte Frau weiß, wen sie in ihren Armen hält. Sie weiß vielleicht sogar, dass es jener ist, der eines Tages wiederkommen wird, um sie zu holen. Und dennoch weist sie ihn nicht fort. Sie hält ihn. Wärmt ihn. Tröstet ihn.
In diesem Bild steckt tiefste Schönheit: Die Frau umarmt nicht das Sterben, sie nimmt dem Tod für einen Augenblick seine Einsamkeit.
Und auf einmal erscheint die Frage, wer hier eigentlich wen tröstet, beinahe unentscheidbar.
Ein wunderschönes, verstörendes und zugleich ungemein zärtliches Zusammenspiel von Wort und Bild, liebe Hanna. Es bleibt in mir.
Liebe Grüße aus dem Norden, nahe der Küste,
Saira
was für eine Umarmung! Du zeigst etwas beinahe Ungeheuerliches und zugleich unendlich Zärtliches. Leben und Tod begegnen sich nicht länger als Gegner. Für einen Augenblick scheint zwischen ihnen etwas zu entstehen, das größer ist als die Angst: ein stilles Einverständnis mit dem Unabwendbaren.
Die alte Frau weiß, wen sie in ihren Armen hält. Sie weiß vielleicht sogar, dass es jener ist, der eines Tages wiederkommen wird, um sie zu holen. Und dennoch weist sie ihn nicht fort. Sie hält ihn. Wärmt ihn. Tröstet ihn.
In diesem Bild steckt tiefste Schönheit: Die Frau umarmt nicht das Sterben, sie nimmt dem Tod für einen Augenblick seine Einsamkeit.
Und auf einmal erscheint die Frage, wer hier eigentlich wen tröstet, beinahe unentscheidbar.
Ein wunderschönes, verstörendes und zugleich ungemein zärtliches Zusammenspiel von Wort und Bild, liebe Hanna. Es bleibt in mir.
Liebe Grüße aus dem Norden, nahe der Küste,
Saira
Liebe Saira, immer wieder bin ich freudig überrascht, wie präzise du beobachtest. Ich muss unbedingt deinen Roman lesen, er ist sicher gespickt mit hervorragenden Charakterstudien. Da bin ich dir nicht gewachsen. Ich tue mich schwer mit Kommentaren, da kann ich 'ne Menge von dir lernen. So geschliffen, so wahrhaftig aussagekräftig...
Ach, ich beobachte auch Dich mit Vergnügen.
LG Hanna
Ach, ich beobachte auch Dich mit Vergnügen.
LG Hanna
Liebe Hanna,
jetzt machst du mich ein bisschen verlegen, aber auf die schöne Art. Danke dir für deine so warmen Worte. Und was meinen Roman betrifft: Ich freue mich, dass du neugierig geworden bist, und bin natürlich gespannt, wie er dir gefallen wird.
Aber eines muss ich dir widersprechen: Von „nicht gewachsen“ kann überhaupt keine Rede sein. Du bringst etwas mit, das sehr, sehr wertvoll ist: deine Erfahrung aus der Hospizarbeit und diese besondere, stille Aufmerksamkeit für Menschen an einer Grenze, vor der wir anderen oft lieber die Augen verschließen.
Und dass du mich „mit Vergnügen beobachtest“, nehme ich jetzt einfach mal als Kompliment, obwohl ich mich von nun an vermutlich etwas ordentlicher benehmen muss, lach.
Hab lieben Dank, Hanna. Deine Antwort hat mich sehr gefreut.
Herzliche Grüße
Saira
jetzt machst du mich ein bisschen verlegen, aber auf die schöne Art. Danke dir für deine so warmen Worte. Und was meinen Roman betrifft: Ich freue mich, dass du neugierig geworden bist, und bin natürlich gespannt, wie er dir gefallen wird.
Aber eines muss ich dir widersprechen: Von „nicht gewachsen“ kann überhaupt keine Rede sein. Du bringst etwas mit, das sehr, sehr wertvoll ist: deine Erfahrung aus der Hospizarbeit und diese besondere, stille Aufmerksamkeit für Menschen an einer Grenze, vor der wir anderen oft lieber die Augen verschließen.
Und dass du mich „mit Vergnügen beobachtest“, nehme ich jetzt einfach mal als Kompliment, obwohl ich mich von nun an vermutlich etwas ordentlicher benehmen muss, lach.
Hab lieben Dank, Hanna. Deine Antwort hat mich sehr gefreut.
Herzliche Grüße
Saira
(Lach)
Ein leises, tief berührendes Zwiegespräch mit dem Unabwendbaren. Du packst die Urangst vor dem Sterben nicht in laute Worte, sondern in ein zärtliches Bild.
Ein faszinierender Gedanke: weiß der Tod eigentlich, wie wir Menschen vor ihm zittern? Das „schwarze Tuch“ wirft dabei einen schützenden, aber auch einsamen Schatten über diesen verletzlichen Moment.
Ein traurigschönes Paradoxon in deinen Armen wird der Tod nicht bekämpft, sondern wie ein Kind oder ein geliebter Mensch umarmt. Es ist der Moment der absoluten Hingabe – das tiefe Erkennen, dass wir unsere eigene Vergänglichkeit ohnehin jede Sekunde unseres Lebens mit uns herumtragen.
Ein faszinierender Gedanke: weiß der Tod eigentlich, wie wir Menschen vor ihm zittern? Das „schwarze Tuch“ wirft dabei einen schützenden, aber auch einsamen Schatten über diesen verletzlichen Moment.
Ein traurigschönes Paradoxon in deinen Armen wird der Tod nicht bekämpft, sondern wie ein Kind oder ein geliebter Mensch umarmt. Es ist der Moment der absoluten Hingabe – das tiefe Erkennen, dass wir unsere eigene Vergänglichkeit ohnehin jede Sekunde unseres Lebens mit uns herumtragen.
Danke für deine berührenden Worte.
LG Hanna
LG Hanna
Stark! Sehr beeindruckend! Symbiose von Text und Bild!