Der Milchladen von Frau Hansen - (History)

Text zum Thema Kinder/ Kindheit

von  Gabyi

Der Milchladen von Frau Hansen lag rechts vom Pastorengang. Ich wurde häufig von meiner Mutter in den Laden zum Milchholen geschickt. Mit einer Milchkanne aus silbernem Blech, obwohl ich selber nie Milch trank, so wie meine Brüder. Das war bei uns das einzige Getränk. Ich musste demzufolge Wasser aus der Leitung trinken, wenn ich Durst verspürte. Das war normal bei uns. Einmal wurde ich von Frau Straßburger, die mit ihrem Mann einen Krämerladen betrieb, zu Frau Hansen geschickt, um dort geschlagene Sahne zu kaufen. Auf dem Rückweg naschte ich von der Schlagsahne, weil ich sie lecker fand. Als ich Frau Straßburger die volle Schüssel zurückbrachte, hatte sie mich durchschaut wegen der Leckspuren am Sahnetopf. Sie ließ es mich wissen und ich stritt es ab.


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Kommentare zu diesem Text


 Fridolin (14.09.26, 06:31)
Wir holten die Milch immer bei Frau Bick am Würzburger Tor. Das war eine winzige Holzhütte, wo es sonst, soweit ich weiß, nichts anderes zu kaufen gab. Die Milchkanne konnte man herrlich schlenkern Man konnte sie auch über den Kopf schleudern, ohne dass ein Tropfen verloren ging. Frau Bick schöpfte mit einer Halbliterkelle direkt aus dem Fass, während es später bei Frau Solbach eine Zapfanlage mit einem langen Hebel gab, den sie für einen Liter zweimal betätigen musste. Das war dann auch schon ein richtiger kleiner Laden, auch wenn er in einer Garage untergebracht war.
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