Melusine

Gedicht zum Thema Verlangen

von  niemand



Tänzelnd durch des Stromes Schnellen

gleitet eine wunderbar

legt das Wasser

legt in Wellen

ihr das jadegrüne Haar


Locken Augen aus den Tiefen

spiegeln ihm des Himmels Blau

ist als ob ihn Stimmen riefen:


frag nicht

zag nicht

komm und schau


Läuft ein Prickeln ihm durch Häute

Schauer ziehn durch Mark und Bein

keine seiner einstgen Bräute

war wie diese wunderfein


Nickt ihm zu und lockt zum Ufer

lockt ihr Alabaster-Leib

eilend hört er nicht den Rufer:


Die taugt nicht dem Zeitvertreib!


Was kann ihm der Ruf schon taugen

ihm der grad in Schönheit sinkt-

Schuppen falln ihm von den Augen

als das Fischweib ihn verschlingt














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