“Say what you want, what you really really want” oder: Um PC zu sein, muss man schon wissen, warum „Falscher Hase“ ein Euphemismus für menschlichen Hackbraten geworden ist
Essay zum Thema Sprache/ Sprachen
von S4SCH4
Anmerkung von S4SCH4:
Was X-Wörter sind:
Tabuwörter. Eine Definition scheint nicht so einfach. Oft ist diese allgemein und oder zu kurz gedacht. Daher begnügen wir uns mit dem, was auch im Zuge der Diskussion aus den Kommentaren bisher dabei herausgekommen ist, bis ich die Zeit finde, etwas treffenderes darüber zu schreiben:
"...das mit den x-Wörtern ist kein Wunschkonzert, sondern da steht vorrangig das Leiden von Unterdrücken, Nichtbeachteten, usw. hinter, die mit Sprache in ihrer Realität eingeschränkt wurden oder in eine ´Rolle´ ´hineingesprochen´ wurden."
Beispiele für X-Wörter:
N-Wort (rassistisch), I-Wort (rassistisch), K-Wort (Gesundheit), T-Wort (queer), etc.
Eine Argumentation:
https://www.demokratie-leben.de/dl/projektpraxis/magazin/warum-sollte-man-das-n-wort-nicht-benutzen-251692
Kommentare zu diesem Text
man sollte überhaupt vorsichtig mit Stellungnahmen zu den Problemen umgehen, da die Worte allein nicht die Fehlerquelle sein müssen, die man ihnen anlastet. Wichtig ist, dass Mensch eine klare Meinung zu den Dingen hat, für die wir diese Spezialbeschreibungen gebrauchen.
Soziale Solidarität ist ein großes Wort und jeder, der sich adäquat damit beschäftigt, ist schon mal ein Ehrenmensch, aber der Urteiler über eine Situation braucht unheimlich viele Infprmationen, die er über einen langen Zeitraum gesammelt haben sollte. Und gelten diese Informationen noch?=
Aus dem Bauch heraus sind Urteile schnell gefällt, auch über das Zustandekommen von Kriegen.
Diese Diskussion können wir meiner Meinung nach in diesem Literaturportal nicht leisten.
Aber danke für deinen Beitrag, lieber Sascha!
Mit frdl. Grüßen! Hartmut
„Aus dem Bauch heraus“ scheint mir oft eine ehrliche Antwort zu sein, damit ließe sich was anfangen, auf beiden Seiten. Diffiziler wenn es sich in den Kopf eingebrannt hat.
Deinen durchaus sinnigen Kommentar, vor allem zu Beginn, sehe ich nur in einer Sache anders: Jene Diskussion wird ein Literaturportal leisten. Ob es will oder nicht, die Themen stehen da – schwarz auf weiß oder auch weiß auf schwarz. Farbe bekennen, sich füreinander einsetzen, sich outen, und beistehen, streiten und versöhnen gehört dazu. Was dabei rauskommt steht in den Sternen, aber da gehört vieles was auf Erden diskutiert wird vielleicht auch wieder hin. Wir sollten ehrlich zueinander sein und den Mut finden, Fehler machen zu dürfen und zu verzeihen. Einander wertschätzen für das was wir sind und nicht für das, was wir sein sollten
oder wollten.
Liebe Grüße, Sascha
hier auf KV befinden sich nach meiner Analyse etwa zwei Dutzend Autoren, denen ich eine MitWIRKUNG
durchaus zutraue. Menschen, die denken und denken wollen. Aus der Hüfte wird ohnehin viel zu viel geschossen.
Diskutier mal mit normalen (auch lieben Personen) über das Universum - und dann wähle mal Astronomen, keine Astrologen. Dann merkst du einen Unterschied, der so klafft wie Tag und Nacht. Das Beispiel Astronom steht für jede Wissenschaft, auch Wirtschaftswissenschaft, jede Disziplin veranschaulicht ihren Wirkungsgrad. Wir Autoren und Kunstschaffende können aber eines leisten: Wir können hinzeigen! Deutlich hinzeigen
dieses Hinzeigen, es führt zwangsläufig zur von mir, im Vorkommentar, gewünschten Auseinandersetzung oder treffender: Begegnung mit dem Thema.
Man kann die Themen überlesen, ja. Aber kann man sie verschweigen? Nein!
Es liegt an uns selbst die Sprache zu benutzen und mit Leben zu füllen. Wir sind dafür verantwortlich. Die Sprache ist unser Ausdruck von Krieg bis Frieden, wie über alle anderen Extreme auch.
Es wäre mir unerklärlich, wenn die Sprache Türen am morgen noch verschlossen ließe, nur damit diese Türen abends mit der Brechstange aufgestemmt werden ... Ja, genau: Sprachlosigkeit herrscht dann nämlich. Und wo Sprache versagt, schafft sich die Realität ein Stück weit ab. Das sollten wir nicht einfach hinnehmen. Da würde ich lieber zum Schwein werden und wie am Spieß schreien und quieken.
Lg Sascha
N-Wort, klar kennt ja jeder.
Z-Wort, Roma und Sinti,
weiter... lass mich raten...
I-Wort, hmm. Italiener? Oder Geistig behinderter?
K-Wort, hmm. Nichtgesunder?
T-Wort, Transperson?
könnte viell. gemeint sein, oder was anderes?
Bei I bin ich für Idiot,
dann kann man zb. sagen: Sie I-Wortler!
Bei J bin ich für Justizvollzugsanstalt,
kann man zb. sagen:
der ist im J-Wort.
Idiot wäre eine Beleidigung (keine Diagnose) und
JVA eine staatliche Einrichtung (die soll helfen).
Es geht ja vornehmlich um Menschengruppen oder Minderheiten, die Diskriminierung erfahren haben über einen längeren Zeitraum. usw.
PS
Das mit den x-Wörtern ist ja aber auch kein Wunschkonzert, sondern da steht vorrangig das Leiden von Unterdrücken, Nichtbeachteten, usw. hinter, die mit Sprache in ihrer Realität eingeschränkt wurden oder in eine „Rolle“ „hineingesprochen“ wurden.
Juli, ... wolltest du mich foppen?
aber nun, i got it ... zumal im Text bisher auch nicht explizit erklärt ist, was X- Wörter sind. Die Anmerkung nennt nur Beispiele und ist eher kryptisch.
Dahingehend hast du natürlich vollkommen recht und ich frage mich deshalb, wie man ob man solch einen Text, ohne diese genauere Erklärung, was X-Wörter denn seien, überhaupt veröffentlichen sollt.
Von daher, ist dein Aufzeigen dieser Schwächen am Text, ob nun freiwillig oder unfreiwillig motiviert, sehr viel wert.
Ich werde über diesbezügliche Änderungen nachdenken.
Danke dafür, dass Du am Ball bliebest, was diesen Text und die Kommentare betrifft.
Abschließend noch die Antwort: Ja, die absolute Tabuisierung der betreffenden Wort, ist, wie der Text auch darstellt, nicht unbedingt das Optimum.
Auf keinen Fall möchte ich dich davon abhalten Texte so zu veröffentlichen, wie du sie magst.
Bei jedem kommt ein Text bisschen anders an. Und mein feedback soll nur eines unter anderen sein.
Ich möchte das hinterfragen, was im Text thematisiert wird, den Umgang mit den x-Wörtern. Und da sind wir schon auf einen guten Nenner gekommen, keine 100% Ausmerzung.