Ein Stein des Anstoßes

Fabel zum Thema Unachtsamkeit

von  Saira

Ein Stolperstein, ein kleiner Wicht,
lag faul herum im Sonnenschein.
Ein Herr sah ihn natürlich nicht,
und flog kopfüber in den Rain.

 

Er kroch hervor, das Haar voll Gras,
und suchte seinen Hut geschwind.
Der Nachbarhund, der hatte Spaß,
und trug ihn froh im Abendwind.

 

Ein zweiter kam mit ernstem Blick,
und schritt den schmalen Weg entlang.
Da wich sein Fuß ein kleines Stück,
schon lag er mitten auf dem Hang.


Ein Dritter sprach: „Ich bin gescheit,
mich bringt kein kleiner Stein zu Fall!“
Doch seine Klugheit flog sehr weit,
er fiel zu Boden mit 'nem Knall.

 

Ein vierter rief: „Das ist ein Graus!
Hier muss die Stadtverwaltung ran!”
Er schimpfte laut und holte aus,
da fing sein eigner Sturz schon an. 

 

Der Stein lag da und lachte sehr,
er fand das Stolpern wunderbar.
Die Menschen purzelten umher,
weil keiner ihn am Boden sah.

 

Und die Moral von der Geschicht:
Wer nur nach hohen Dingen strebt,
der sieht den Stein am Boden nicht,
bis er den freien Flug erlebt.

 

 

 

©Sigrun Al-Badri/ 2026



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Kommentare zu diesem Text


 Reliwette (18.10.26, 10:53)
Ja, liebe Saira,
das kommt davon, wenn einer unentwegt in sein Portemonnaie schielt und dabei seine Umgebung völlig außer Acht lässt.

Lieber Gruß! Reli

 EkkehartMittelberg (18.10.26, 11:29)
Hallo Sigi,
Wer immer auf den Boden blickt,
der sieht den Himmel nicht.
Wer immer in den Himmel schaut,
ein Stolperstein zu Boden hat.

Ich wünsche dir einen schönen Sonntag
Ekki
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