Mein Herz = Dein Haus

Kurzgeschichte

von  Eumel

Du bist heute eingezogen. Du standest vor meinem Herz mit nur einem Zelt unter dem Arm.
Wie konntest du nur mit Zelt allein in mein Herz einziehen, es war doch klar, dass dies so zu kalt ist.

Du wolltest ein Bild aufhängen, dass war ja noch okay, hätten Hammer und Nagel nicht gelangt?
Jetzt hab ich ein großes Loch in meinem Herz und du wunderst dich wieso es zieht. Auch ohne Loch im Herz, dir ist ohnehin schon kalt genug.
Mir schmerzt mein Herz, ich kam noch nicht dazu, dich zu fragen was du gemacht hast.

Was für ein Krach heute.
In meinem Herz herrscht das Chaos.
Überall Kisten, Möbel, ein Kühlschrank, und andere Kleinigkeiten. Auch das noch, hörte ich doch richtig.

Die Handwerker sind da, bauen dein Zelt ab und ersetzen dies durch Wände, die Räume einteilen.
Du hast sie also doch bestellt, obwohl ich dir sagte, ich lasse keine Handwerker in mein Herz.

Sie verputzen das Loch, vor das du eine Uhr hängtest.
Es entstand, als du versuchtest mit der Bohrmaschine ein Bild aufzuhängen.
Tapezieren die aufgestellten Wände, bauen dir eine Heizung ein, damit es gemütlich und warm wird.

Doch das schlimmste daran ist, sie bauen auch die Türen ein, durch die du deine Räume betrittst.
Du bekommst sogar eine richtige Haustür, in Herzform, versteht sich, musste es unbedingt eine Tür in Herzform sein?

Aber egal, es ist dein Haus und du kannst damit machen was du willst. Auch wenn dein Haus mein Herz ist.
Ich freue mich, dass mein Herz dein Haus ist, auch wenn ich oft meckere. Öfter ja.

Du machst eine Menge Blödsinn in meinem Herz.
Du knallst jedes Mal die Türen so laut zu, dass die Wände wackeln. Jedes Mal erschreckst du mich damit.
So sehr, dass ich zusammenzucke.

Dann die Uhr, schlimm, immer dieses kuckuck, ich habe mich am Anfang gewundert was dies wohl ist.
Hättest du nicht mal fragen können, ich mein ja nur.
Doch nun zu spät.

Doch bitte ich dich, richte nicht so viel Schaden an in meinem Herz, ich denke mal du möchtest dort noch eine zeitlang wohnen. So wie ich auch will, dass du weiterhin dort wohnst.

Ich bitte dich doch nur, die Tür etwas leiser zu schließen, wenn du von einem Raum in den anderen gehst. Weißt du, dass das so weit gehen kann, bis ich irgendwann mal einen Herzinfarkt bekomme, wenn du mich weiterhin immer fast zu Tode erschreckst?

Wenn dies passiert so musst du ausziehen, dass willst du nicht und auch ich nicht.
Pass gut auf mein Herz auf, denn mein Herz ist dein Haus.


Anmerkung von Eumel:

Fortsetzung folgt...

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Kommentare zu diesem Text

Aeternitas (26)
(30.11.05)
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 Eumel meinte dazu am 30.11.05:
Danke, ja auch wenn es ein wenig ungeordnet zu sein scheint, es sollte so sein...Ganz liebe Grüße Jess
steinkreistänzerin (46)
(30.11.05)
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 Eumel antwortete darauf am 30.11.05:
Danke, freut mich. Ja, ich denke das er mit seinem domizil nett umgeht...
Lieben Dank für deine Empfehlung, ganz lieben Grüße Jess
PraesidentDeath (24)
(02.12.05)
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 Eumel schrieb daraufhin am 02.12.05:
Danke PD,

nun ja, was Inspiration alles bewirkt, ich hab sie wiedergefunden *g*.

Lieben Gruß

Jess
C.S.Steinberg (43)
(13.12.05)
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 Eumel äußerte darauf am 13.12.05:
Hallo Cashimae, danke, dies alles so zu beschreiben ist nicht immer leicht. Doch freut mich immer weider zu hören, dass dies durch die wundervolle Art der Beschreibung doch gelingt...(Du hast Recht, manche sollte sich dies mit den Türen schlage zu herzen nehmen)

Ganz liebe Grüße
Jess
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