Das (letzte) Kapitel?

Text zum Thema Liebeskummer/ Liebesleid

von  Fuchsiberlin

Das Herzauge sieht einen Abgrund. Die Blicke greifen nach der Traurigkeit. Stein für Stein wird gesetzt, eine Mauer aus Ruinen errichtet. In der Ecke ein Lichtschein, an den sie sich klammert.

Die Geburt leitet den Anfang ein, die Neigung zum Ende bleibt gedankliches Wissen. Irgendetwas endet immer irgendwann.

Steinschwere Schultern schleppen das Ende zum Friedhof, Narben (ver-) bauen manchmal neue Wege.

Wenn ein Gramm an Gefühlen eine tonnenschwere Grenze zum anderen aufbaut, trennen sich mehr als nur einst verbindende Gedanken.

Über einen schmalen Grat wandert die darauf folgende Zeit und verbindet sich mit Emotionen, die so nie (wieder) erwünscht waren.

Viele Augen glänzen unter dem Schein der Liebe, während sich andere Blicke hinter dunklen Wolken befinden.

Schultern, die in einer gewünschten Ewigkeit den anderen getragen hätten, brechen im Wahnsinn eines Liebeskummers.

Wenn das „Ich-liebe-dich“ sich in einer nicht emotionalen Gewohnheit verliert, dann fällt das Kleid der vermeintlichen Stärke zu Boden.

Das gelesene Buch erreicht das Ende, doch welches Kapitel wird nicht oder nie vergessen?

Im Leid der Liebe...

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Kommentare zu diesem Text

princess (68)
(06.07.12)
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 Fuchsiberlin meinte dazu am 07.07.12:
Liebe Ira,

die Medaille lebt von zwei Seiten, mal auch mehr und/oder länger von der einen als von der anderen Seite, denke ich. Leben ist so, oder so ähnlich vielleicht... Vielleicht auch nicht...Subjektives Empfinden und Gedankentum beeinflussen im Leben vielleicht mehr, als man selbst glaubt.
Lg
Jörg
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