Endzug

Klapphornvers zum Thema Abschied

von  Irma

Dieser Text gehört zum Projekt    Die Leser strahlen
Zwei Knaben rauchen lang genug,
sie warten auf den letzten Zug.
Der eine nimmt ihn, zieht weit fort,
der andre macht ihn, bleibt am Ort.

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Kommentare zu diesem Text

chichi† (80)
(12.08.11)
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 Irma meinte dazu am 12.08.11:
Das freut mich, Chichi!
LG und Dank, BirmchenIrmchen

 loslosch (12.08.11)
zug bietet sich für solche teekesselspielchen geradezu an. laut woxikon hat es 26 bedeutungen. nach meiner erinnerung liegt es aber "nur" an platz 2, die nr. 1 konnte ich leider nicht mehr ergoogeln. such mal schön, es wäre der kern für das nächste klapphörnchen. lothar

 Irma antwortete darauf am 12.08.11:
Wiki schreibt im Kapitel "Polysemie", dass "Läufer" mit 24 Bedeutungen auf Platz 1 läge (laut Guinness-Buch der Rekorde von 1997). Der "Läufer" ist bei mir zwar bereits über den Teppich gelaufen: TEPP-ICHLÄUFER, aber vielleicht klappt es damit ja trotzdem nochmal bei einem Hörnchen... LG BirmchenIrmchen

 loslosch schrieb daraufhin am 12.08.11:
es war nicht der läufer nach meiner erinnerung. und es gab wohl mehr als 26 bedeutungen für die nr. 1. zug hatte ich als 18-jähriger "entdeckt" - ohne das schlaue netz, das uns heute klüger macht, äh, klüger machen kann. lo
Anne (56)
(12.08.11)
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 Irma äußerte darauf am 12.08.11:
Wie? Hast Du etwa nicht meinen Rat befolgt und eine Pampel-Muse verspeist? ) Dankende Grüße, BirmchenIrmchen
(Antwort korrigiert am 12.08.2011)

 Didi.Costaire (12.08.11)
Atemlose Bahnhofsstimmung in wenigen Worten witzig eingefangen. Gefällt mir gut!
LG, Dirk

 Irma ergänzte dazu am 12.08.11:
Der Vers ist heute Morgen in fünf Minuten unter der Dusche entstanden. Dachte gar nicht, dass er besonders originell sei. Aber anscheinend sind diese Schnellschüsse manchmal am besten...Freue mich jedenfalls sehr über Lob und Empfehlung! Dankende Grüße, BirmchenIrmchen

 Emotionsbündel (12.08.11)
.

Hallo BirmchenIrmchen,

Der eine nimmt ihn, zieht weit fort,
der andre tut ihn, bleibt am Ort.

Einen Zug "tun" finde ich etwas unglücklich ausgedrückt. Sagt man nicht eher "machen" oder "nehmen"?
Da Ersteres in deinem Text keinen Sinn ergibt, würde ich, gerade auch wegen der Doppeldeutigkeit, nochmal "nimmt" einsetzen - für meinen Geschmack würde es deinen Text aufwerten ,-)

Nun ja, und ich bin kein Raucher, liege somit mit meiner Vermutung möglicherweise falsch, doch ist jemand, der lange raucht, tatsächlich atemlos? Selbst das Warten auf einen Zug hat nichts mit Atemlosigkeit zu tun, es sei denn man musste vorher zum Zug rennen. Jedoch fehlt dann natürlich wiederum die Zeit zum Rauchen ...

Liebe Grüße,
Judith

 Irma meinte dazu am 12.08.11:
Liebe Judith, vielen Dank für Deinen Kommentar. Es gibt "den letzten Atemzug tun" als feste Redewendung. (Obwohl ich eben selbst kurz verunsichert war, ob es nicht "macht" statt "tut" heißen müsste.) Der eine nimmt den letzten Zug und fährt in die Ferne. Der andere tut seinen letzten Zug und bleibt reglos liegen. Deshalb auch die Einordnung unter "Atem/Atemlosigkeit". Herzliche Grüße von Nichtraucherin zu Nichtraucherin, BirmchenIrmchen

 Emotionsbündel meinte dazu am 12.08.11:
Ja, Irmchen, Atemzug in Verbindung mit "tun" finde ich noch okay und wenn es die Redewendung belegt, ist ja alles Paletti.
Jedoch passt es m.E. nicht zum Rauchen und mir persönlich würde "nimmt" eher zusagen, weil es sowohl zum Rauchen als auch zum Atemzug passt.
Dein Text erschließt mehrere Möglichkeiten und deshalb gefällt mir auch nicht das Thema, das sich wiederum nur auf eine, nämlich das Atmen, den (letzten) Atemzug, das Dahinfahren bzw. das reglos am Ort liegen bleiben bezieht - aber nicht aufs Rauchen (allerhöchstens als Folgeerscheinung). Aber hast du schon mal einen Raucher gehört, der zugibt, vom Rauchen atemlos zu sein resp. schlechter atmen zu können? *schulterzuck*
Vielleicht beiße ich mich etwas fest, aber mir würde dein Text richtig gut gefallen, würde die Wortwahl alle Möglichkeiten erschließen und stimmig sein, anstatt nur jeweils eine Möglichkeit von der anderen zu trennen.
So, und nun schließe ich mit einem "atemlos in oder an vollen Zügen"
Lieben Gruß, Judith
(Antwort korrigiert am 12.08.2011)

 Irma meinte dazu am 14.08.11:
Liebe Judith, Du hast mich überzeugt. Habe das "tut" in "macht" umgeändert (zweimal "nimmt" möchte ich nicht, dann gäbe es keine klare Gegenüberstellung mehr). Er macht noch einen tiefen Zug an der Zigarette/macht seinen letzten Atemzug. "Atem" hätte ich nach wie vor als Thema passend gefunden für die beiden Raucher, aber "Abschied" trifft es auch. O. k. so? LG BirmchenIrmchen
Gruszka (62)
(12.08.11)
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 Irma meinte dazu am 12.08.11:
:-)) Wusste ja gar nicht, liebe Gruszka, dass Du den, der in die Ferne reist, sogar namentlich kennst... Dann also ein ganz herzliches Dankeschön an Dich und viele Grüße an "Ernst im Wagon". Sag ihm mal, er soll das mit dem Rauchen lieber lassen!
LG BirmchenIrmchen

(Antwort korrigiert am 12.08.2011)
(Antwort korrigiert am 12.08.2011)
holzköpfchen (29)
(12.08.11)
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 Irma meinte dazu am 14.08.11:
Dann antworte ich auch kurz: Ich freue mich sehr über das Lob!
LG und Dank für die Empfehlung, BirmchenIrmchen

 HarryStraight (11.01.17)
Drogenwirkung inspiriert zu Gedicht, oder sind es die Charaktere?

 Irma meinte dazu am 20.01.17:
Nein, die Polysemie des kleinen Wörtleins "Zug" hat mich zügig auf jenen aufspringen lassen!

Verspätete, aber herzliche Grüße! LG Irma
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