Des Wohnheims Garten

Gedichtgedicht zum Thema Idealismus

von  Tomcat22

Des Wohnheims Garten

Im schönsten, vorgesetztem Garten hier,
wo die Orchideen ach so kurz und lieblich blühten,
ist`s doch so matt mir mein Gemüt`,
und besinnungslos übmannen mich,
vertane Stunden, Wochen, Jahre

All jene hehren Ideale meiner Jugend,
all meiner süßen Hoffnung Stoffe,
gewebt durch Wunsch und Traum und Tat,
liegen heute wie alter Kinderspielzeugtand,
verstaubend und in Kisten in irgendeinem Speicherraum.

Erst heut, ertränkte ich sie wieder,
im Schlafe trunken und im Tabbakqualm,
die einst so süß, verlockend`Bilder.

Den Garten hier gestaltete ich nie,
jedoch sein wesen kannt`ich wohl!
Jetzt erscheint er mir genauso,
wie Goethe einst seinen Faust ließ sagen:

"Was ich besitze, seh`ich wie im Weiten;
Und was verschwand,wird mir zu Wirklichkeiten!"


Anmerkung von Tomcat22:

wie heisst es in der Feuerzangbowle so schwärmerisch verträumt,
ja fast glasiert, blasiert, flambiert:

wahr sind nur die Träume die wir spinnen, die Erinnerungen, die wir in uns tragen...

Kommentare zu diesem Text


 Habakuk (19.08.17)
„Denn alles ist Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind.“ (Prediger 2,17) Fast alles!

 Tomcat22 meinte dazu am 01.04.18:
Ich verstehe mich als Gnostiker (Thomas-Evangelium), hier in dieser Welt, nur als Durchreisender, der Schätze im Himmel versucht zu sammeln durch die Liebe, die Gott durch Jesus Christus in uns Menschen gelegt hat, die alleine dem Leben Sinn und Bedeutung zu geben vermag.
toltten_plag (42)
(20.08.17)
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 Tomcat22 antwortete darauf am 01.04.18:
Ja, ich bin furchtbar altmodisch! Habe wohl zu viele Klassiker gelesen!
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