Verfliegen wir

Prosagedicht zum Thema Beziehung

von  Rahel

Kurz vor dem Abschied,
da sind wir geflogen
mit Zeitungen, Tassen und ringenden Richtern, und 

fassungslos sprudelt die Vergänglichkeit 


verfängt uns in Krämpfen,
so sind wir gefallen 

und fall ich noch immer 

in schwärzenden Wogen aus Kohle
gemalt,
auf verkrusteten Straßen, 
verklebt
und geronnen so 


flieg ich schon wieder, nur diesmal mit Koffern

gestern noch Hoffnung,

erst Kopf noch im Schoß dann
das Glas in der Hand und
das Glas an der Wand, die
Dielen voll Suppe, die Pläne
verbrannt die Koffer voll
Wasser, die Wege
aus Staub


ich huste Gefühle,

ich atme dich aus.




Anmerkung von Rahel:

Text© Schaganeh Rahel Mertins, 28.11.2021

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Kommentare zu diesem Text


 AchterZwerg (29.11.21, 07:15)
Ein wunderbares und eigentümlich originelles Gedicht, dessen Schlussverse ich besonders gelungen finde. <3

 Rahel meinte dazu am 29.11.21 um 23:49:
Lieber Achter Zwerg, vielen Dank für deinen Kommentar, ich freu mich sehr, dass dir mein Gedicht gefallen hat :)


Antwort geändert am 29.11.2021 um 23:50 Uhr
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