Moral, Glück, Sinn

Kritik zum Thema Güte

von  Terminator

Wenn ich das moralische Ideal erreicht habe, darf ich mich als glücklich bezeichnen, so der Kurzschluss der Stoiker. Aber was soll denn den Zehn-Gebote-Einserschüler oder den perfekten KI-Roboter glücklich machen? Ja selbst ein vollkommen unironisch so bezeichnet werden könnender Heiliger ist dadurch, dass er heilig ist, nicht automatisch glücklich.


Aber dieser Hedonismus ist eh nicht moralisch, nicht wahr? Moralität genügt sich selbst: ich bin gut, und gut ist. Und so kommt man zum Fehlschluss von Moral und Sinn. Wenn ich nach moralischer Vollkommenheit strebe und diese auch erreiche, soll ich denken, ich hätte sinnvoll gelebt. Aber was hat ein moralisch vollkommen gutes Leben mit einem sinnvollen Leben zu tun? Worin besteht der Sinn eines moralisch vollkommenen Lebens?


Ist es nicht besser, die existentiell wichtigsten Fragen offen zu lassen, und selbst an seinem Todestag die Antwort nicht gefunden zu haben, als diese Fragen falsch zu beantworten?


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Kommentare zu diesem Text


 Taina (16.03.23, 09:37)
Ist es nicht besser, die existentiell wichtigsten Fragen offen zu lassen, und selbst an seinem Todestag die Antwort nicht gefunden zu haben, als diese Fragen falsch zu beantworten?
d'accord!

Besonders, wenn man die Möglichkeit in Betracht zieht, dass diese Fragen gar nicht beantwortbar sind.
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