Lass mich

Sonett

von  Janna

Wie du von Nähe und Verständnis sprichst,

verwirrt mich und lässt leise Zweifel nagen.

Mit jeder Stunde wächst mein Unbehagen,

weil du in meinen Grundgewässern fischst;


voll Skepsis in den dunklen Moder stichst,

aus dem Jahrzehnte alte Trümmer ragen,

die mittlerweile Fundamente tragen.

Du ordnest, strukturierst und du verwischst.


Und wunderst dich, dass jenes Helle schwindet,

das du an mir so magst und stets begehrst,

dem Schatten aber jedes Recht verwehrst.


Was sich in meinen Innenwelten windet

-auch wenn es mich an manchen Tagen schindet-

ist das, was mich mit Macht ans Leben bindet.



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Kommentare zu diesem Text


 plotzn (06.01.26, 14:36)
Eindrucksvoll geschrieben, liebe Janna!

Das Bild der aus dem Sumpf herausragenden Trümmer für die Altlasten ist besonders plastisch und einprägsam.

Liebe Grüße
Stefan
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