Bemerkungen

Anordnung zum Thema Freizeit

von  Jack

Dieser Text ist Teil der Serie  Lxiour

Kiite Aurele erholte sich in Reburt-Feiglingszarten, besuchte vom 9. bis 16. April 1916 das Archiv des Historischen Museums. Er bemerkte zu:



Mercer (1285-1356), Hofphilosoph der Ordinaren-Dynastie in Preteria. 


Brief an Reider übersetzt. Besonders gefällt: "Große Entdeckung, alle Monde mir Zeuge, wie ich meinen Gegnern ihre Zungen lassen kann, und dennoch gewinne: Stelle dir vor, dein Gegner zerredet A, du antworte nicht, du frage ihn, und was ist mit B. Ich nenne diesen klugen Schritt den Wasistmitismus, und habe damit schon zwei Streitgespräche gewonnen". 



Reider (1293-1354), Rechtslogiker aus Reburt.


Reider scheint den Trick bereits gekannt zu haben: "Den Diedendieden Died, dir Diedendied, Dhae! Der Hofnarr hat auch die züngliche Umlenkung erfunden. Mit der Zunge kann er jetzt noch mehr machen. Er ist stolz, doch ich kenne die Umlenkung von neun. Acht sind Bauern, einer mein Butler. Und er, Strohdiebe auf seine Stallungen, hält sich für klug". 


Reider regelte das Recht logisch, nicht rhetorisch. Er wollte tatsächlich beweisen, dass Unrecht Recht sei. Er wollte vom Falschen überzeugen, nicht bloß überreden. Es waren die Epigonen Reiders, derentwegen die Schule der Redlichkeit von Hedonikus überhaupt gegründet wurde. Reider war eher ein psychologischer Kriegsführer als ein Rhetoriker: "Du hast Unrechtes vor? Gut. Wirf es zuallererst deinem Feind vor. Er fragt zurück, du antwortest, dass du es ihm zuerst vorgeworfen hast, und da er es dir zurückvorwirft, muss er es selbst vor haben". Kein ungeiler Bastard.


Dhae schreibt zurück: „Die died Died Die Diedendieden die Died usw.“ Besonders wie es weiter geht, macht auch phonetisch keinen Sinn, sie haben wahrscheinlich unsere Buchstaben als Hieroglyphen verwendet (Spoiler 1: Der Linguist Danger Russell, Vater des Regisseurs Cameron Russell, wird das 1951 bestätigen).




Dhae (1288-1364), edelischer Gewaltverherrlicher, der Rechtsnihilist von Diedendied.


Er verherrlichte wohl indeed Gewalt: „Herrlich bist du, Gewalt, gewaltig und herrlich. Herrlicher, wer der Gewalt Herr!“ So schreibt nur ein Gewaltverherrlicher.


„Gewaltig, die herrschaftlich über die Gewalt walten; herrlich, wer der Gewalt gewaltig Herr wurde“. Das Pleonastische ist der unzureichenden Unterscheidung der Nuancen bei den Hieroglyphen geschuldet, nehme ich an; das muss eine Tonalsprache gewesen sein.


Ein Studierzimmer ist hier eingerichtet; Mineralien und Bilder von Miezen. Ein großes Bett: er wird wohl zwar allein, aber sehr viel geschlafen haben. Welches Jahr? In Diedendied oder hier in Reburt? Auf dem Tableau vor dem Eingang steht: Studierzimmer des Aurelius (Spoiler 2: Hieß er Aurelius? Zu modern für das 14. Jahrhundert eingerichtet. Da stimmt etwas nicht…)





Aus dem Melatonesischen noch zu übersetzen :


Klassische Frühphilosophen:

Coror (1262-1316), vermutlich ghostischer Abstammung. Naturphilosoph und beobachtender Physiker.

Kathetus (1276-1337), geboren in Kira, lebte in Ornelia von 1292 bis 1310, dann in Creil, wo er eine Akademie der Spaziergänger gründete.

Limnus (1288-1368), Nachtmystiker, erster schriftstellerischer Erzähler der Legende von Jason Walton May. Wurzeln unklar, lebte in Reburt und Liine. War an den Königshöfen willkommen, weil er den Ursprung der Welt interessant erklärte.

Dier (1299-1361), der klassische Philosoph Edelias, Grundleger aller Denkdisziplinen.

Hypothenus (1306-1385), Herkunft wahrscheinlich auf den südöstlichen Inseln des Westens, an allen westlichen Königshöfen gern gesehener Naturphilosoph, später Naturmystiker.

Zyniker und Frühnihilisten:

Adelar (1292-1371), von der Ost-West-Brücke, in Preteria (Tainchis) und Baryxraw (Yuzia) gleichermaßen willkommen. Argumentiere, Bodoncar hätte nie existiert, und wäre eine Legende (zu gut, um wahr zu sein). Ein sophistischer Debunker religiöser Überzeugungen, der seine Zuhörer durch Kategorienfehler täuschte, was er im Alter einsah, und weshalb er zum „negativen Theologen“ wurde („Das Höhere ist nicht in der Beweispflicht vor dem einfacheren Geist“).

Fixus (1309-1352), Materialist und Magier, von Wolf Irr im Roman „Das Geheimnis des Fixus“ (1912) aus der Vergessenheit geholt. Ein Kaufmann aus Kira, verbrachte seine letzten Jahre in Vienne, wo er sich selbst beim Experimentieren ausversehen vergiftete.

Hic (1312-1360), Nihilist aus Hiscoutchouille, erkannte nur sinnliche Evidenz an, und versuchte, den Geist materialistisch zu erklären, womit er den Materialismus der Naturwissenschaft des 19. Jahrhunderts vorwegnahm, nur mit besseren logischen Argumenten.



Anmerkung von Jack:

Diine Yiihhi traf Kiite Aurele im Museum, als er aus dem Studierzimmer ging. „Warum haben sie mein altes Studierzimmer rekonstruiert?“ fragte Aurelius. „Weil du eine Legende bist“, sagte Yiihhi und gab ihm eine Art Urkunde. „Ist das eine Diagnose?“ wunderte sich Aurelius, der vermutete, wahnsinnig, in einem Traum oder tot zu sein. Dann las er aber nicht seinen Namen: „Geistige Hegemonialdominanz 1915: N. T. van Anderten“. Yiihhi bat ihn, mitzukommen, gab die Urkunde in Aureliusses Beisein dem Direktor des Museums, der sie am Ende einer langen Reihe an der Wand anbrachte. „Seit 1910 jährlich, vorher für Jahrzehnte“, erklärte der Museumsdirektor.


Geistige Hegemonialdominanz

1650-er:
1660-er:
1670-er:
1680-er:
1690-er:
1700-er:
1710-er:
1720-er:
1730-er:
1740-er:
1750-er: Alien Dark
1760-er: Alien Dark

1770-er: Alien Dark
1780-er: Alien Dark
1790-er: Alien Dark
1800-er: Alien Dark
1810-er:
1820-er:
1830-er:
1840-er:
1850-er: J. X. Selff
1860-er: J. X. Selff
1870-er: Hiite Ingret
1880-er: Hiite Ingret
1890-er: Kiite Aurele
1900-er: Kiite Aurele

1910: Kiite Aurele
1911: H.F. Ninlinii
1912: H.F. Ninlinii
1913: Eric Bernard
1914: H.F. Ninlinii
1915: N. T. van Anderten

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Kommentare zu diesem Text


 harzgebirgler (08.01.26, 14:01)
manche stimmen sind bestimmt
dazu dass sie welt vernimmt
vor all'm in frost'ger winterzeit
wenn alles schon nach frühling schreit...

 Jack meinte dazu am 08.01.26 um 21:43:
Es gibt auch sehr schöne Welten,
die mir fehlten, wenn sie fehlten.

 AchterZwerg (08.01.26, 17:45)
Die Wortgefechte unter Philosophen haben mich schon immer entzückt!
Beispielsweise nannte Schopenhauer die Anhänger der Hegelei gern einmal "ruchlose Optimisten!" 
(Mein absoluter Favorit).  :D

 Jack antwortete darauf am 08.01.26 um 21:46:
Die besten Wortgefechte sind der Art: „Michael Ballack war der kopfballstärkste Mittelfeldspieler, den der FC Bayern München je hatte“. Er geht zu Chelsea, wird beim Abschied scheinbar in höchsten Tönen gelobt, aber genau hingehört, auf eine Nische reduziert, und damit extrem abgewertet. Solch vergiftetes Lob unter Philosophen fällt noch mehrere Zehnerpotenzen raffinierter aus.
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