Wir brauchen Lichtgestalten

Bild zum Thema Heilige/s

von  eiskimo

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...Persönlichkeiten, die überragen, die nicht verstrickt sind in die profane Strippenzieherei



Anmerkung von eiskimo:

So einen Weisen sah ich in Luang Prapang, Laos, vor einem Tempel

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Kommentare zu diesem Text


 niemand (10.01.26, 14:11)
So einen Weisen sah ich in Luang Prapang, Laos, vor einem Tempel
Das ist jetzt aber eine Staue, wenn ich nicht irre. Denke ich jedoch an die lebendigen Mönche/Weisen, dann kann ich mich nicht gegen den Gedanken wehrem, dass auch der heiligste der Heiligen auf dieser Erde materielle Versorgung braucht. wie auch immer diese aussehen mag. Ja und wer besorgt einem solchen diese? Na, die Profanis, die sich alltäglich abmühen und teilen müssen. Die kleinen Alltags-Strippen-Zieher. Sollte man nicht vergessen, wenn sich das entzückte und entrückte Angesicht bewundern dem "Heiligen" zuwendet. LG niemand   

 eiskimo meinte dazu am 10.01.26 um 15:18:
Okay, auch ein Ghandi hat Brot gegessen, für das arme Landarbeiter vorher schuften mussten...
Aber mir geht es um die Unabhängigkeit und das sich Nicht Abhängig-Machen-Müssen von Mäzenen oder Staatsmännern - nur wer in dieser Art frei ist, kann souverän entscheiden.

 niemand antwortete darauf am 10.01.26 um 16:07:
Ich weiß, aber wer ist schon derart "unabhängig"? Und wenn es einen gäbe, dass würden ihm die meisten die Unabhängigkeit und die entpsprechenden Entscheidungen ganz gewiß verübeln, weil es nicht die ihrigen wären. Nur wenn alle so wären, so unabhängig und souverän, dann ginge das vielleicht. Bis jemand käme der wiederum
etwas ganz anderes darünter verstünde. Und so weiter und so fort.
Ein schöner Traum, welcher in der Übermenge an Veltbevölkerung nicht möglich ist. Eine Gleichschaltung und Befreiung vom Individuellen käme der Idee am nächsten und da denke ich an die Gleichschaltund in einer Orwellschen Welt. Gab es da nicht etwas Ähnliches bei Mao? Ein Hemd, ein Schlüpfer, ein Napf für alle ...
Und dann fallen mir auch noch diverse Gurus ein, die ihre Jünger gleichgepolt halten und sich selber die Taschen vollstopfen.

 eiskimo schrieb daraufhin am 10.01.26 um 16:28:
Uneigennützig, unbestechlich, uneitel, unbeeindruckt von Medien, Shitstorm, Lobby, Wählerumfragen, dem eigenen Ego ... ich träume, wie gesagt: Von einer Lichtgestalt.
Ich habe tatsächlich Menschen erlebt, die kamen dem schon recht nahe. Die waren religiös und auf einen Größeren hin orientiert - der verhalf ihnen zu der Frei-Heit, die ich meine.

 WinterzeitFachkraft (10.01.26, 20:50)
Darauf zu warten, daß andere sind, was man selbst sein möchte, ist keine Lösung, außer daß alles bleibt, wie es ist.

 eiskimo äußerte darauf am 10.01.26 um 21:29:
Ich schätze einfach meine Möglichkeiten und Qualitäten realistisch ein - da erhofft man von den Größeren, Fitteren, Begabteren, besser Ausgebildeten ..... , dass sie vorangehen und ihre Vorteile nicht ausnutzen.

 WinterzeitFachkraft ergänzte dazu am 10.01.26 um 21:55:
Bedeutet, wenn ich nicht auf jemand hoffe, der vorangeht, daß es niemand gibt, der besser als ich ist?

Nein.

Es bedeutet: ich verstecke mich nicht hinter Ausreden.

 WinterzeitFachkraft meinte dazu am 10.01.26 um 22:07:
Wenn du den Titel in 

Ich brauche Lichtgestalten

änderst, wäre er treffend und ehrlich.

Antwort geändert am 10.01.2026 um 22:08 Uhr

 Pearl meinte dazu am 11.01.26 um 00:39:
Ich brauche auch Lichtgestalten.

 Jack meinte dazu am 11.01.26 um 01:04:
Ich habe welche.

 eiskimo meinte dazu am 11.01.26 um 06:53:
Ob "wir brauchen"  oder "ich brauche", das ist in der Tat diskutabel. Mancheiner wähnt sich ja selber als Lichtgestalt oder nicht der Führung und Inspiration bedürftig.
Aber sind Eltern für ihre Kinder nicht per se erst einmal Lichtgestalten?

 Tula (10.01.26, 21:04)
Lieber eiskimo
Mit "überragen" räumen wir ein, dass wir, die "nicht-Erleuchteten", ja selbst nur "Frevler" sind. Es wäre in dieser Hinsicht fast schon hinreichend, dass wir nicht unter der moralischen Gürtellinie regiert werden  ;)

LG Tula

Kommentar geändert am 10.01.2026 um 21:05 Uhr

 eiskimo meinte dazu am 10.01.26 um 21:40:
Ja, da sind die meisten inzwischen bescheiden  geworden in ihren Erwartungen. Oder chronisch misstrauisch.
Kein echter Leader in Sicht.
Trotzdem, lieber Tula, ein schönes Wochenende!
Eiskimo

 Jack meinte dazu am 10.01.26 um 21:48:
Moralische Gürtellinie, ein entzückender Pleonasmus!

 Alabanda (11.01.26, 00:21)
Das erinnert mich bisschen an Brecht

Sarti: „Unglücklich das Land, das keine Helden hat!“ 
Galileo Galilei: „Unglücklich das Land, das Helden nötig hat.“

 eiskimo meinte dazu am 11.01.26 um 06:45:
Gutes Zitat! 
Trotzdem verweise ich mal auf den Fußball . In jeder Mannschsft ist eine r, an dem sich die anderen aufrichten, neudeutsch: ein Gamechanger.
Uwe Seeler fällt mir da ein. Oder Charly Körbel.

 AchterZwerg (11.01.26, 07:10)
Interessant an diesem Foto ist, dass der Erwachte tatsächlich eine Strippe zu ziehen - oder auf sanfte Art zu biegen scheint.  :)

Nutzen wird es wieder nichts, ist aber bereits als Versuch ehrenvoll!
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