Frühling ist auch ein Gefühl
Kalendergeschichte zum Thema Liebe, lieben
von IngeWrobel
Anmerkung von IngeWrobel:
Wettbewerbsbeitrag, enthalten in der Anthologie "Frühling im Herzen 2", Elbverlag Magdeburg;
Kommentare zu diesem Text
Liebe Inge,
deine Geschichte hat mich sehr still erreicht. Sie arbeitet nicht mit großen Effekten, sondern mit etwas viel Schwierigerem: mit Erinnerung, mit Zeit und mit dem, was im Leben offengeblieben ist.
Besonders schön finde ich, wie du zwischen der winterlichen Gegenwart am Rodelhang und Walters innerem Rückblick pendelst. Die Jugendliebe zu Maria wird nicht ausgeschmückt, sondern bleibt genauso unvollständig und schmerzlich, wie solche Erinnerungen im wirklichen Leben oft sind.
Auch dein Titel „Frühling ist auch ein Gefühl“ erschließt sich mir vor allem seelisch: Walter steht eigentlich am Abend seines Lebens, und doch beginnt in ihm noch einmal etwas zu tauen. Das kleine, feine Detail mit dem Namen seiner Tochter Maria.
Und das offene Ende, dieser eine Blick, diese plötzliche Irritation, hat beinahe etwas sehr Filmisches: Man spürt, dass sich innerlich etwas entscheidet, auch wenn der Text dort aufhört.
Liebe Grüße
Saira
deine Geschichte hat mich sehr still erreicht. Sie arbeitet nicht mit großen Effekten, sondern mit etwas viel Schwierigerem: mit Erinnerung, mit Zeit und mit dem, was im Leben offengeblieben ist.
Besonders schön finde ich, wie du zwischen der winterlichen Gegenwart am Rodelhang und Walters innerem Rückblick pendelst. Die Jugendliebe zu Maria wird nicht ausgeschmückt, sondern bleibt genauso unvollständig und schmerzlich, wie solche Erinnerungen im wirklichen Leben oft sind.
Auch dein Titel „Frühling ist auch ein Gefühl“ erschließt sich mir vor allem seelisch: Walter steht eigentlich am Abend seines Lebens, und doch beginnt in ihm noch einmal etwas zu tauen. Das kleine, feine Detail mit dem Namen seiner Tochter Maria.
Und das offene Ende, dieser eine Blick, diese plötzliche Irritation, hat beinahe etwas sehr Filmisches: Man spürt, dass sich innerlich etwas entscheidet, auch wenn der Text dort aufhört.
Liebe Grüße
Saira
Liebe Saira,
ich freue mich sehr über Deine Worte zu meiner Liebesgeschichte!
Ursprünglich gab es ein HappyEnd, denn die Frau am Rodelhang ist tatsächlich "seine" Maria. Mit dem Schluss hatte ich den Text in den Wettbewerb geschickt.
Dann, als ich die Geschichte nochmal vor der Drucklegung lesen und genehmigen sollte, sah ich, dass das beschriebene HappyEnd fehlte. Marie Rossi vom Elbverlag hat ein gutes Gespür bewiesen, als sie meinen Schluss wegließ, und das Ende offen und somit der Phantasie des Lesers überließ.
Der Augenkontakt ist ja die Schlüsselszene und Höhepunkt der Erzählung. Jedes weiterführende Wort hätte den Spannungsbogen nach unten geführt.
Solche Lektoren wünscht man sich, wenn man Romane oder längere Prosa schreibt ... besonders, wenn man Gedichte und Kurzprosa als Schwerpunkt hat, so wie ich.
Ich danke Dir sehr, liebe Saira, für Dein Einfühlen und die Empfehlung, und grüße Dich herzlich in ein hoffentlich erfreuliches 2026!
Inge
ich freue mich sehr über Deine Worte zu meiner Liebesgeschichte!
Ursprünglich gab es ein HappyEnd, denn die Frau am Rodelhang ist tatsächlich "seine" Maria. Mit dem Schluss hatte ich den Text in den Wettbewerb geschickt.
Dann, als ich die Geschichte nochmal vor der Drucklegung lesen und genehmigen sollte, sah ich, dass das beschriebene HappyEnd fehlte. Marie Rossi vom Elbverlag hat ein gutes Gespür bewiesen, als sie meinen Schluss wegließ, und das Ende offen und somit der Phantasie des Lesers überließ.
Der Augenkontakt ist ja die Schlüsselszene und Höhepunkt der Erzählung. Jedes weiterführende Wort hätte den Spannungsbogen nach unten geführt.
Solche Lektoren wünscht man sich, wenn man Romane oder längere Prosa schreibt ... besonders, wenn man Gedichte und Kurzprosa als Schwerpunkt hat, so wie ich.
Ich danke Dir sehr, liebe Saira, für Dein Einfühlen und die Empfehlung, und grüße Dich herzlich in ein hoffentlich erfreuliches 2026!
Inge