Die Serpedier sind im Grunde die Sin des Westens. Ende 1660 gründeten sie ein neues Reich des Kretschens östlich von ihrer Ausgangsheimat: die Hauptstadt war nun Tegusziltea. Und sie wollten gleich weiter nach Osten und Südosten expandieren. Das Vengerreich, von dem sie sich abspalteten, und von dem sie einst erobert wurde, hielt noch knapp vier Jahre, in denen sie sich nicht weiter nach Westen trauten. Aber ab Herbst 1664 waren alle gegen die Venger siegreichen Armeen der westlichen Königreiche wieder feindlos. Im Osten lagen Aria und Volcon.
Die narrativ parteiische, politisch nicht neutral erzählte Darstellung wird den Büchern von Juri Blagovosmezdnych (1720-1768) und Anomalokaris Ivanauskas (1828-1906) folgen.
In den ßugroben von Aria und Volcon war es zu kalt für Angriffsarmeen, und die Verteidiger hatten es sehr gemütlich. Die Kälte schützte das noch nicht erstarkte Land der Aren, die Serpedier zogen in die Südöstlichen Steppen feld. Zeitgleich griffen die Serpedier und die Sin das Stammesland von Jihib an, deshalb hat Jibulat Hörner. Zur Verdeutlichung: Jihibs Reiter haben so um 1700 die Serpedier und die Sin gleichzeitig geschlagen. Zur weiteren Pleonastik: die Serpedier und die Sin waren um 1700 extrem gierige und skrupellose Eroberer. Das waren im Grunde Banditenheere: nicht durch Ideale, vielmehr durch pure Raublust verbunden. Sie zogen unzählige Verbrecher und Söldner in ihren Bann, und nach dem Kollaps des Reiches der Venger 1664 gab es dieses Gesindel mehr als im Überfluss.
Jihib war wild und hatte von noch Wilderen Hilfe: aus Rox-Èouè (Aouaouóou), aus den nordöstlichen Steppen (direkte Nachkommen Bodoncars!). Neverthelessenstenstotrotz waren die Verteidiger der Steppe in Unterzahl und weniger gut bewaffnet. Sie waren aber mutiger, intelligenter, klüger, schlauer, wilder, schöner, crazier, besser.
In Jibulats Geschichtsbüchern nimmt diese Zeit 80% der Erzählung ein. Und auch die Aren haben Unliteraturen und Unkritiken darüber verfasst: einfach lesen. Hier wird es um die Entstehung der Lunaren Trias (Alien Dark, 1774) zur Behemmung der Zu-Guten (Finisterre, Westcolochmetien) und der Zu-Schlechten (Serpedier vor allem) gehen; die Kategorien sind ethikoästhetisch nach Hiite Ingret und Kiite Aurele. Sprich: das Sechste Piedestal vereinte sich zu einer Lunaren Trias: Preteria, Vienne und Aria begründeten im Westen das Zeitalter der Goldenen Mediokrität (grob das 18. und 19. Jahrhundert).
Die Aren waren ein vortreffliches Volk (5. Piedestal nach Aurele), vergemütlichten sich aber, und wurden zu einer tragenden Säule des 6. Piedestals. Das 6. Piedestal ist Schatten-Lilith bei wohlgeratener Ummondung der Sonne (moralisch im Grunde gut). John Deader im fernen Westen und Jihib im fernen Osten waren Zeitgenossen, aber Jihibs Volk war vormoralisch wild, also schossen sich die Mächte der Mitte auf die von ihm besiegten Serpedier ein.
Ende 1732 wurden philosophische und theologische Gelehrte aus der Finisterre in Aria empfangen, und zuerst gelobt, aber als sie sich als zu exzellent erwiesen, wieder heimgeschickt. Sie gingen, das Ressentiment blieb. Jihib war im selben Jahr gestorben, aber sein Steppenreich zu groß und die Hauptstadt Jibulat zu weit weg. Nach Süden zu expandieren war opportun: da ging gerade ein Imperium unter. Vom Westen drohte Gefahr: die Serpedier formierten sich neu und wollten nun, wo mit dem wärmeren Wetter die ßugroben tauten, Volkon und Aria erobern. Da traf es sich, dass die Könige in Vienne und Preteria die Serpedier ebenso fürchteten. Es rottete sich zusammen, was zusammengehört: das 6. Piedestal im dschiheiligten Kampf gegen das 5. und 7., welche allerdings nicht miteinander verbündet waren. Deader sagte 1720: die Kavallerie aus Vienne wehren wir nur ab, wenn sie kommt, die Schurken aus Tegusziltea würden wir aber verfolgen und vernichten. Für die selbsternannte goldene Mitte war aber das Bessere und das Schlechtere gleich gefährlich*.
Bis 1737 wurde eine neue Ordnung im Halbosten des Westens form(ul)iert; am westlichen Ozean aber strebten Seereiche auf, erforschten und kolonisierten die Welt.