Inian Leen (1683-1754)

Komödie zum Thema Ansichtssache

von  Jack

Dieser Text ist Teil der Serie  Ceachelle

„Was ist Lassen?“ ist sein genuin philosophisches Hauptstück. Darin kritisiert er die Askese scharf: Ja, sie sei durchaus ein Anzeichen eines starken Willens, aber ein starker Wille, der sich auch die Entsagung fixiert, lebt nur noch von und in der Entsagung. Sie kann aber kein Selbstzweck sein. Also sollte die Willenskraft nicht an die Askese verschwendet werden, vielmehr muss das Lebensweltliche klug und effizient gemanagt werden, damit das Geistige und Höhere in den Mittelpunkt rücken kann.


„In einer degenerierten Gesellschaft wird die Fiktion von Rache besessen sein, und eine schlechte Welt (mit Grausamkeiten und profanierenden Kontingenzen) wird dies verstärken“, aphorisierte er, und da denkt sich selbst sich einem spontan an all die Avengers, Punishers und Equalizers und Monte Crispies, John Does etece uswufs.


„Der Mann, der sich viel Zeit ließ“, vom Vater als biographischer Roman geschrieben (Danger Russell, 1961), vom Sohn verfilmt (Cameron Russell, 2001), so wurde Leen selbst von den ruhigsten Kugelschiebern genannt. Er war faul und effizient, nicht langsam im debilen Sinne. Keiner schob eine ruhigere Kugel.


Er hetzte und eilte nie, und war immer im Flow-Zustand. Ein angeborener Taoismus.


Die Konsequenz, nicht Strafe, für den Verrat am Wahren sei der Wahnsinnig (im negativen Sinne), wusste Leen, und brachte so um 1736 einem jungen Radikalfighisten bei, dass das Gute ein Weg und kein Selbstziel ist. Ein Weg vom Basislager des Wahren zum Palast des Schönen, wird der nicht mehr junge Alien Dark seinem Schüler Linn Crouch später beibringen. 


Das Schöne wurde bereits im Frühessentialismus mit dem Guten identifiziert, weil beides noch eine Höhenasymptote war. Erst mit dem erkannten und erfolgreich verteidigten Wahren war das Gute konkret, und somit nur noch das Schöne abstraktes Ideal.


Ad Superhominem: Der Mystiker Higeilles (1670-1741) und der westcolochmetische Staatschef Nin:inii (1658-1740) waren gute Freunde von Leen. Sie trafen sich oft zum Tee und hatten Teebutler, die die Teesorten abprotokollierten; nur schwarze Tees trinken taten die Männer tun, und es waren am Ende 231 getrunkene Schwarzteesorten. Allein 21 davon kamen direkt aus Dorcor.


Möchtest Du einen Kommentar abgeben?
Diesen Text kommentieren
Zur Zeit online: