Das Rezept

Text zum Thema Augenblick

von  KriegerinDerTräume

Das Öl legte sich aufs Wasser. Geschmeidig schmiegt es sich daran. Liebkost die Kühle und kostet die Nässe. In inniger Umarmung, doch getrennt. Schlägt kleine, sachte Wellen auf die Oberfläche. Gänsehaut gleich. Ein Wellenritt. Doch dann kommt der Löffel und rührt beide um. Eine Hand gibt Mehl dazu. Aus den beiden wurde Teig. Bleich und elastisch. Der geknetet werden wollte. Von starken Händen in Form gebracht. Dann kommt er in den Ofen. Bei gleichmäßiger Hitze, die sein Leib umgibt. Daraus ergab sich das Brot. Das dein Hunger stillt. Gäbe es doch etwas Marmelade dazu, um es Süße zu verleihen.



Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text


 eiskimo (25.01.26, 16:58)
Sehr geheimnisvoll, bildhaft und sinnlich, vor allem der Anfang. Da erwartet man ein großartiges Duell der Elemente, und dann wird "nur" ein Teig angesetzt. Bleich, sagst du...
"Doch dann kam der Löffel..." - ab da geht es im Imperfekt weiter. Ich könnte es mir auch im Präsens vorstellen.
Und ich würde es nicht unter "Nonsens" einstellen - es verleiht dem scheinbar Alltäglichen doch echt Tiefe - zumindest der Anfang!
Aber ich will hier kein "Rezept" vorgeben.
LG
Eiskimo

 KriegerinDerTräume meinte dazu am 25.01.26 um 18:59:
Vielen Dank für "geheimnisvoll, bildhaft und sinnlich" und die Empfehlung. Ich habe einiges in Präsens geändert. 

LG A.
Zur Zeit online: