In der Literatur gibt es das Stilmittel des unzuverlässigen Erzählers. In der Wissenschaft verhält es sich ähnlich, nur ist es hier kein Stilmittel, sondern häufig blankes Unvermögen oder pure kapitalstisch-ökonomische Grundabsicht. Ein aktuelles Beispiel wäre die Corona-Pandemie. Die kennt jeder und wer sie nicht kennt, ist gestorben, vielleicht sogar an ihr. Mit oder an ist noch die Frage, die separat zu beantworten wäre.Beispiele für unzuverlässiges Erzählen sind der Film von David Lynch “Mullholland Drive” oder der Roman von Max Frisch “Homo Faber”. Der Unzuverlässigkeit ist in der Literatur Tor und Tür geöffnet, ganz im Gegensatz zur (Natu)wissenschaft. Hier wird es eher mit einem Fehler in Zusammenhang gebracht oder mit einem Unvermögen. Man hat die falschen Schlüsse gezogen oder ist voreingenommen oder einfach bestochen worden. Abhandlungen über diese Art der Erzählform gibt es hier eher nicht. Man hat sich nur geirrt beziehungsweise schlichtweg einfach verrechnet.
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