In der ersten Nacht landeten Schneeflocken, einzelne davon groß wie Schmetterlinge, während meine Augen noch versuchten auf die Strecke zu achten, auf meinem Handrücken. Kurz gesagt, es war erstaunlich wie unberechenbar diese stille Szenerie sich auf die optische Wahrnehmung auswirkte. Während jedes Detail Schönheit fast schon ins Auge sprang, verursachte derselbe Effekt Probleme während der Fahrt vorausschauend auf den Weg zu achten. Sie trudelten förmlich ins Sichtfeld. Zum Glück hörte es nach kurzer Zeit wieder auf zu schneien.
Nichts davon blieb liegen.
Nein, das hier ist kein Nachtflug sondern eine Fahrradstrecke durch Strassen einer Stadt. Und man ist froh, wenn der Schnee nicht liegen bleibt.
Als ich wieder aufwachte, war es eine andere Welt, dick in Schnee gepackt, als sollte etwas wirklich zerbrechliches verschickt werden. Und es schneite immer noch, auch die ganze Nacht. Das war für Pedale beschwerlich und für die Augen verzaubernd. Als die Tour beendet war, sah das Fahrrad so aus wie die Bäume und Sträucher, jede Speiche, jede Strebe, eingepackt in Schnee. Nur für einen Tag.
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