Am Anfang war ein Buch

Text

von  Verlo

Das wurde hier vorgestellt und als würdiger Nachfolger der Bücher eines weltbekannten Schriftstellers gelobt.


Bereits auf den ersten Seiten wird dem Leser zugemutet, was kein weltgekannter Autor seinen Lesern anbietet.


Es ging also zuerst um Qualität (des Buches und der Rezension), nicht um Autor oder Verlag oder Fotos. 


Die Anmerkungen zur Qualität wurde disqualifiziert, ebenso wie der Anmerker, der keine Ahnung habe und nicht wisse, worüber er schreibe.


Geschenkt. Denn am Ende entscheidet der Leser, nicht die Mühe des Autor oder sein und das Geld seiner Unterstützer.


Leider. Sonst wäre ich seit Jahren ein so bekannter Autor, daß ich nur verkleidet im tiefen Wald spazieren gehen könnte, um nicht von Hase, Igel, Fuchs, Reh und Elch um ein Autogramm gebeten zu werden. 









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Kommentare zu diesem Text


 niemand (14.03.26, 18:39)
Die Anmerkungen zur Qualität wurde disqualifiziert, ebenso wie der Anmerker, der keine Ahnung habe und nicht wisse, worüber er schreibe.
@ Verlo

Das las ich auch und ich fand es eine Frechheit, Dir die Fähigkeit zur Kritik
abzusprechen. Das auch noch von einem hohen Roß hinab. 
Das klang alles so nach einer gehörigen Portion Vitamin B. für die gewählte Person.  LG niemand

 niemand meinte dazu am 14.03.26 um 18:43:
P.S. noch! Wie ich grade las, sind wir hier so etwas wie "hirnfreie Helden". Was der eine sagen darf, wird dem anderen fix angekreidet.
Das nur nebenbei.

 Verlo antwortete darauf am 14.03.26 um 21:44:
niemand hat geschrieben:
Was der eine sagen darf, wird dem anderen fix angekreidet.
Leider ist das so.

Sollte man aber nicht persönlich nehmen.
Teo (73)
(14.03.26, 19:21)
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 Verlo schrieb daraufhin am 14.03.26 um 21:46:
Teo hat geschrieben:
Rektaltaucher
Den sollte ich mal buchen.

 Verlo äußerte darauf am 14.03.26 um 22:15:
niemand & Teo, jeder hat andere Ansprüche.

Das Buch ist durchsetzt mit Formulierungen, die ein guter Lektor besprochen hätte.

Vielleicht wäre das Projekt dann aber zu teuer geworden. 

Rechtschreibfehler oder Fehler beim Satz habe ich keine gefunden.

Wobei ich nicht das ganze Buch gelesen habe. (Das tut ich mir nur gegen Bezahlung an. )

Aber meist geben die ersten Seiten einen guten Eindruck, wie im gesamten Buch gearbeitet wurde. 

Ich würde mich jedenfalls ärgern: viel Geld ausgegeben, aber trotzdem zu wenig, um es gut zu machen.

Es ist wie beim Hausbau: ist nicht so wichtig, können wir uns sparen, und dann ärgert man sich bis ans Lebensende.
Teo (73) ergänzte dazu am 14.03.26 um 22:29:
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 Verlo meinte dazu am 14.03.26 um 22:47:
Teo, ich fühle mich nicht benachteiligt. 

Ekki hat sicherlich einen Grund, euphorisch über das Buch zu schreiben. Daß es die Qualität ist, kann ich mir nicht vorstellen.

Ein Beispiel (ein Absatz auf Seite 98):


Stille. Nur das Ticken der Wanduhr und das leise Schluchzen von Marie war zu hören. Ich kniete mich zu ihr, nahm sie in den Arm und spürte, wie ihre Tränen mein Kleid durchweichten. Doch in mir war zum ersten Mal seit Jahren die Gewissheit, dass ich handeln musste, koste es, was es wolle.

Liest du, ohne zu stocken und nachzufragen, wirst du vermutlich dein Okay zu den meisten Stellen, die ich kritisiere, geben.

 niemand meinte dazu am 14.03.26 um 23:25:
@ Verlo
die Stelle wirkt wie eine überschminkte Frau. Dick aufgetragen ist ja nicht gleich Qualität. Manchmal kann weniger fett besser wirken.



Ekki hat sicherlich einen Grund, euphorisch über das Buch zu schreiben. Daß es die Qualität ist, kann ich mir nicht vorstellen.
Qualität ist es bestimmt nicht  

 Verlo meinte dazu am 15.03.26 um 04:35:
niemand hat geschrieben:
die Stelle wirkt wie eine überschminkte Frau
Den Eindruck habe ich vom gesamten Buch. 

Aber das kann persönlicher Stil sein und auch Anhänger haben, vielleicht sogar eine neue Richtung etablieren.

Für mich paßt nicht:
ihre Tränen mein Kleid durchweichten
Aber vielleicht weint Marie alle Tränen, die Gott jemals vergossen hat, in diesem Moment.

Wobei es trotzdem schwierig wird, das Kleid vorn und hinten, an den Seiten, unten durchzuweichen.

Insofern stellt sich wohl das Gefühl einer überschminkten Frau ein. 

Wollte man das absichtlich tun, würde man es anders formulieren.

Vermutlich geschehen solche Formulieren beim Schreiben ohne Absicht aus dem Drang heraus, sich größer zu machen. 

Leser stößt das aber meist ab: sie wollen echte Helden, keine Möchtegern.

 Verlo meinte dazu am 15.03.26 um 11:53:
Falls es nicht deutlich geworden ist: mir geht es nicht um den Autor selbst oder was er schreibt, sondern um das Wie.

Ich kann nachvollziehen, daß ein Autor gekränkt ist. Um so mehr, je mehr er sich eingebracht, geöffnet hat.

Der zitierte Absatz ist Teil der Beschreibung einer unerträglicher Familiensituation, aus der sich Mutter und Tochter nach Jahren durch Flucht versuchen zu entziehen. September 1891 in der Nähe von Lübeck.

1891? – Warum heißt der Mann Holger?

Wird hier etwas erzählt, was 100 Jahre später passiert ist, 1981?

Erlebnisse in der Zeit zu verschieben, ist schwierig. Was heute Grund für eine Flucht ist, war vor 100 Jahren vielleicht normales Verhalten.

Ich würde solche Probleme vermeiden, indem ich, was 1981 passiert ist, als 1981 passiert erzählen.

Es ist unangenehm, beim Lesen eines Romans immer wieder hängenzubleiben, im Lesefluß zu stoppen, weil etwas nicht zu passen scheint.

Das hat aber mit der erzählten Geschichte an sich nichts zu tun, sondern wie sie erzählt wird.

Diese Stockungen behindern aber, sich mit den Figuren zu identifizieren.

Das kann gewollt sein. Doch davon gehe ich hier nicht aus.
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