1
HAMMERLOSER GÖTTERFRUST
als einst den göttern dämmerte,
dass kein hammer mehr hämmerte,
der dem von thor im ansatz glich,
da biss ein hering den fahlen mond,
weil im schuhkarton ein kaiser wohnt,
der strickt aus wolken einen teppich.
ein käse sprach: „ich bin gar fürchterlich!“
und tanzte auf dem rücken einer mücke,
die suchte im ozean eine zahnlücke,
während der amboss vor wehmut zerfloss
und ein gebratenes huhn den himmel schloss.
2
INTERMEZZO DER ABSURDITÄT
da ritt ein löffel auf dem blitz,
erzählte dem abgrund einen flachen witz,
bis der donner vor lachen grüne eier legte.
ein handschuh fraß die ewigkeit,
aus purem neid auf die einsamkeit,
die im gurkenglas die segel fegte.
ein schatten, der sich im spiegel regte,
verkaufte dem nordwind ein paar wanderschuh,
denn die sonne gab heute einfach keine ruh
und soff das meer aus einer hohlen nuss,
während thors hammer starb an einem kuss.
3
FINALES CHAOS
ein kieselstein sang opernarien,
verspeiste elf dromedarien,
die im treppenhaus nach erdöl fischten.
der bart von odin wurde blau,
er heiratete eine kabeljau-frau,
während zwerge den staub vom nichts verwischten.
weil geister sich mit senf erfrischten,
fiel die zeit kopfüber in den quark,
ein regenwurm wurde plötzlich furchtbar stark
und warf den berg in einen fingerhut,
denn wahnsinn steht den göttern heute gut...