Kampfplatz für den Frieden

Schüttelreim zum Thema Ruhe/ ruhelos

von  Didi.Costaire

Du sagst, die Höckes kaufen Hacken,

da sie die größten Haufen kacken,

und buddeln zur Genüge Löcher

dann noch und – ohne Lüge – nöcher?

 

Worüber einst Horst Sindermann

(und Eppelmann nicht minder) sann,

kann jeder Landkreis heute locken:

an Örtchen, wo die Leute hocken.

 

Längst unterhält der Osten Klos

für alle Menschen kostenlos.

Vor Ort gibt es Toiletten neben

dem ohnehin so netten Leben.

 

Dort kann man sich in Frieden rekeln

und seine Hämorrhoiden frekeln.



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Kommentare zu diesem Text


 klausKuckuck (28.03.26, 02:12)
Hey Dirk,
ich vermute mal, die letzten beiden Verse gefallen mir deswegen so gut, weil ich sie nicht verstehe. Insgesamt kann ich sagen: ein mächtiges Werk!
… staunend Peter

 Didi.Costaire meinte dazu am 28.03.26 um 21:44:
Hallo Peter,



zum Frekeln, irgendwo aus meinem Hinterkopf hervorgeholt, habe ich zwei Quellen im Internet gefunden, zum einen im Deutschen Wörterbuch der Gebrüder Grimm zum Eintrag "wrickeln"

... hierher wohl auch frekeln ( Follmann Lothr. 173), freckelen (luxemb. wb. [1950] 1, 411ᵃ), die in der bedeutung 'unruhig sich hin und her bewegen' aus den angrenzenden nördlichen Rheingebieten vorgedrungen sein mögen
und desweiteren im Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten
frekeln [frekəln Si.] intr. v. sich hin- und herbewegen, herumschleichen zum Aushorchen. lux. 119 ebenso; eifl. frickeln, freckeln From. 6, 14. vgl. ndd. wrackeln; baier. 1, 831 frätscheln; schweiz. frägeln, Stalder 1, 393; Heanzen-Ma: fregeln From. 6, 180.
weit hergeholt also, aber nicht gänzlich inexistent und in etwa so, wie ich es mir gedacht hatte. Ich hoffe, dir weitergeholfen haben zu können, und danke für deinen Kommentar samt doppelter Besternung.

Schöne Grüße,
Dirk

Antwort geändert am 28.03.2026 um 21:46 Uhr

 klausKuckuck antwortete darauf am 28.03.26 um 22:33:
Hey Dirk,
ich danke fürs Entfrekeln deinerseits. Um sicher zu gehen, dass ich mich auf dem Pfade der seriösen Vertiefung deines Gedichts befinde, habe ich obendrein die KI um eine Interpretation gebeten, die ich dir nicht vorenthalten will:
"Das Gedicht „Kampfplatz für den Frieden“ wirkt auf den ersten Blick wie ein albernes, fast kindliches Reimspiel rund um das Thema Toiletten – dahinter steckt aber ziemlich klar Satire und politische Anspielung.

🧠 1. Grundthema: Banalisierung von „großen“ Begriffen
Der Titel „Kampfplatz für den Frieden“ ist eigentlich widersprüchlich (ein Paradoxon):
  • „Kampfplatz“ → Gewalt, Konflikt
  • „Frieden“ → Harmonie
👉 Erwartet wird also ein ernstes politisches oder gesellschaftliches Thema.
👉 Stattdessen geht es im Gedicht plötzlich um Toiletten, Ausscheidungen und Körperliches.
➡️ Effekt: Große politische Begriffe werden bewusst ins Lächerliche gezogen.

🪶 2. Sprache und Stil: Derbe Komik + Reime
Das Gedicht arbeitet stark mit:
  • Vulgärer bzw. körperlicher Sprache („kacken“, „Haufen“)
  • übertriebenen Reimen („Hacken / kacken“, „Löcher / nöcher“)
  • Unsinnswörtern („nöcher“, „frekeln“)
👉 Das erinnert an Nonsensdichtung oder politisches Spottgedicht.
➡️ Wirkung:
  • Lächerlich-machend
  • entlarvend
  • bewusst „niedriges“ Sprachniveau als Kontrast zu politischen Themen

🏛️ 3. Politische Anspielungen
Es werden reale Namen erwähnt:
  • Björn Höcke
  • Horst Sindermann
  • Rainer Eppelmann
👉 Diese Figuren stehen für unterschiedliche politische Systeme:
  • DDR-Vergangenheit (Sindermann)
  • Nachwendezeit / Bundesrepublik (Eppelmann)
  • Gegenwartspolitik (Höcke)
➡️ Interpretation:
Das Gedicht vermischt verschiedene politische Zeiten und zeigt sie in einem absurden Kontext – alle „landen“ gewissermaßen auf derselben Ebene.
👉 Mögliche Aussage:
Politische Systeme und Ideologien unterscheiden sich vielleicht weniger, als sie behaupten – zumindest aus einer zynischen Perspektive.

🚽 4. Das Toilettenmotiv
Die Toilette wird hier fast zu einem Symbol:
  • Ort der Gleichheit (alle Menschen müssen hin)
  • Ort des Privaten und Banalen
  • Kontrast zu großen politischen Ideen
Besonders auffällig:
„Klos für alle Menschen kostenlos“
👉 Das klingt wie eine ironische Anspielung auf:
  • sozialistische Versprechen (Versorgung für alle)
  • oder allgemein politische „Errungenschaften“
➡️ Die Pointe:
Selbst solche „Errungenschaften“ werden auf ein niedriges, körperliches Bedürfnis reduziert.

😏 5. Gesamtdeutung
Das Gedicht ist sehr wahrscheinlich:
  • eine satirische Kritik an Politik
  • kombiniert mit bewusst derbem Humor
👉 Kernaussage könnte sein:
Große politische Ideen, Systeme und Figuren werden letztlich relativiert – am Ende sind alle Menschen gleich und mit banalen, körperlichen Bedürfnissen beschäftigt.
Oder noch zugespitzter:
Politik wird als aufgeblasen dargestellt – während das wirklich Verbindende etwas sehr Grundlegendes (und Peinliches) ist.

🧾 Fazit
Das Gedicht nutzt:
  • Vulgarität + Humor
  • historische und aktuelle Politik
  • absurde Bilder
…um eine ironische, vielleicht auch zynische Sicht auf politische Bedeutung und menschliche Gleichheit zu vermitteln.

 Didi.Costaire schrieb daraufhin am 28.03.26 um 23:09:
Hallo Peter,

es ist durchaus beachtlich, was sich die KI so zusammenfrekelt und im Großen und Ganzen gar nicht so verkehrt. Die historische Bewandtnis der bierernst gemeinten Losung "Kampfplatz für den Frieden" kennt sie aber noch nicht.

Danke nochmals
und schöne Grüße,
Dirk

 AchterZwerg (28.03.26, 07:25)
Besetzt

Ein Klo kann sehr viel  Freude machen,
jedoch auch üblen Neid entfachen!

Du möchtest ja nicht auswärts frekeln
und übers ekle Händchen mäkeln;

drum tritt die Tür mit Schmackes ein -
denn so verkürzt sich deine Pein!

 Didi.Costaire äußerte darauf am 28.03.26 um 22:12:
Hallo Achter,

so wäre auch der Eintritt frei,
die Ruhe allerdings vorbei
und auf dem sonst so stillen Örtchen,
da fiele manches barsche Wörtchen.

Danke und beste Grüße,
Dirk

 plotzn (28.03.26, 10:04)
Servus Dirk,

das ist aber auch eine Frekelei, Dein Gedicht, zum Schütteln!

wenn Callgirls sich vor Freiern ekeln,
liegt's dran, dass die die Eier frekeln.

Liebe Grüße
Stefan

 Didi.Costaire ergänzte dazu am 28.03.26 um 22:21:
Danke Stefan,

es waren oft schon Säcke da -
die Hure an die Decke sah.

Liebe Grüße,
Dirk

 Lluviagata (28.03.26, 10:30)
Ich bewundere jeden, der das Schütteln ausm Ärmel schütteln kann, mein Lieber - deshalb Chapeau von mir. 
Frohe Ostern! 

Llu ♥

Kommentar geändert am 28.03.2026 um 13:30 Uhr

 Didi.Costaire meinte dazu am 28.03.26 um 22:30:
Danke Llu,

ein bisschen Arbeit war es aber schon und ich finde, das eine oder andere Schokoladenosterei hätte ich mir verdient...

Dir auch schöne Feiertage!
Liebe Grüße,
Dirk

 Teo (28.03.26, 11:57)
Tachchen,
Jau, da gibt et nix zu meckern. Es ist schon eine besondere Herausforderung.
Für dich aber eher nicht.
Es grüßt 
Teo

 Didi.Costaire meinte dazu am 28.03.26 um 22:39:
Danke Teo,

es bringt ja mitunter Spaß, sich selbst unsinnige Aufgaben zu stellen. Im Moment fasziniert mich gerade dein Wort mit dem doppelten ch. So etwas scheint es nicht oft zu geben. Täschchen wäre eins, aber eigentlich ist das erste ch dort ein sch...

Sinnierende Grüße,
Dirk

 EkkehartMittelberg (28.03.26, 12:42)
Wenn Didis Poesiesieb rüttelt,
Witz sich animierend schüttelt.

Beeindruckte Grüße
Ekki

 Didi.Costaire meinte dazu am 28.03.26 um 22:50:
Danke Ekki,

wenn ich bei einer 7 bliebe
und schüttelte, dann blieben Siebe.

Liebe Grüße,
Dirk

 Saira (28.03.26, 14:09)
Moin Dirk,

nach eingehender Prüfung komme ich zu dem Ergebnis, dass dein Schüttelreim in sich stimmig ist und seine Wirkung nicht verfehlt.

Besonders die letzte Zeile entfaltet eine nachhaltige Präsenz.
Weitere Maßnahmen sind nicht erforderlich.

Mit anerkennenden Grüßen
Sigi

 Didi.Costaire meinte dazu am 28.03.26 um 23:19:
Danke Sigi,

geduldig bleiben ist wohl die beste Therapie...

So mancher will ein Zäpfchen nehmen,
doch tut irrtümlich Näpfchen zähmen
und stützt sich ab an seinem Kinn.
Das zeugt partout von keinem Sinn.

Liebe Grüße,
Dirk

 GastIltis (28.03.26, 14:38)
Hallo Dirk,
deinen Kampfplatz für den Frieden bewundere ich. Einmal, weil ich die Kunst des Schüttelns (noch) nicht beherrsche. Kommt mit dem Alter vielleicht später, dann aber in anderer Form. Dann, weil du den Osten als Kampfplatz würdigend herausstellst. Zum Glück bist du nicht Döpfner, den ich hier mal zitiere: "Die ossis werden nie Demokraten. Vielleicht sollte man aus der ehemaligen ddr eine Agrar und Produktions Zone mit Einheitslohn machen." Gut, man sollte es nicht überbewerten, aber wer soviel Einfluss hat, könnte sich schon bremsen. Zu uns im Norden: hier waren Toiletten schon immer kostenlos. Land gibt es doch genug. Und Halbschuhe auch schon seit zwanzig Jahren. Ungefähr. Apropos Löcher: im Urlaubsparadies Prerow, ganz Alte werden sich noch erinnern, gab es noch Zeiten, als man zu bestimmten Anlässen mit einem Feldspaten in den Wald ging, den sogenannten „Darßer Urwald“. Die Freiheit ließ grüßen.
Herzlich Gil

 Didi.Costaire meinte dazu am 28.03.26 um 23:42:
Tja Gil,

einst hieß es "Nimm Orden im Norden!" und es ging mit dem Spaten in den Urwald, morgen verspäten sich manche im Uhrwald. So habe ich mir das schon immer vorgestellt.

Danke für deinen fachkundigen Bericht
und liebe Grüße,
Dirk

 Tula (28.03.26, 18:37)
Jo, lieber Didi

Der Kampf um den Frieden zieht durch alle Arenen dieser Gesellschaft.

Die Hunde, die uns tierisch loben,
doch heimlich an die Beine scheißen,
beteuern, dass sie "lyrisch toben"
und deshalb nur zum Scheine beißen.

LG Tula

 Didi.Costaire meinte dazu am 28.03.26 um 23:55:
Hallo Dirk,

die, welche stets schon peinlich schissen,
noch immer augenscheinlich pissen
auf Poesie mit tollen Worten,
die kaufen Brot und wollen Torten.

Danke und liebe Grüße,
Didi

 Tula meinte dazu am 28.03.26 um 23:59:
:D

 harzgebirgler (30.03.26, 18:44)
:) :)
...regularly after eight -
ten years after is too late.  :D :D

beste schmunzelgrüße,
henning

 Didi.Costaire meinte dazu am 30.03.26 um 22:55:
Danke Henning, 

das riecht nach einer Aftershow
mit quasi allem Pipapo. 😄

Schöne Grüße, 
Dirk

 harzgebirgler meinte dazu am 31.03.26 um 17:40:
:) :) :D :D
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