Zur Auflockerung ein Umfrageergebnis: mit „Man sollte“ antworteten in die Richtung pädophiler Sexualstraftäter ungefähr 120% der Befragten, d. h. der Wunsch nach Todesstrafe wurde in einigen Fällen gegenüber einem Spiegel ausgesprochen.
Zur Sache: Das letzte Mal, als mich das Thema interessierte, hatte ich ein antifeministisches Erkenntnisinteresse: Ich wollte wissen, warum so verschwörungstheoretisch relevant verschleiert wird, dass 40% der erwähntophilen Wiegesagtualstraftäter weiblich sind.
Ein Vergewaltigungswilkomirski fing seinen weltbekannten Bericht mit den folgenden traurigen Worten an:
„Ich weiß noch, als halt eben sozusagen
Mich eine Frau mal im Geländewagen…“
Ein wahrhaft erschütterndes Zeugnis lyrischer Gewalt. Ja, so ernst nehmen wir Süßen die Berichte männlicher Opfer weiblicher Täter. Laut Doktorius Professorius gibt es nur pädophile Männer, Frauen können grundsätzlich nicht pädophil sein. Dottore ist kein YouTube-Dummschwätzer, er war ein im Staatsfernsehen gezeigter Therapeut an der Berliner Charité.
Konsens bei „Rübe ab“ und/oder „Schwanz ab“ herrscht ja. Und auch die Frau hat on der Regel eine Rübe zum Abmachen, aber welches Missbrauchsorgan der Frau soll ab, und wie soll es ab, wenn/falls doch Gnade mit Todesstrafe? Ja, das ist ein ernstes anatomisches Problem. Aber andererseits beseitigt sich das Problem quasi halt sozusagen selbst, wenn man eben davon halt ausgeht, dass es weibliche Täter halt eben halt quasi sozusagen hätte ich fast gesagt oder dann doch nicht gesagt, nicht gibt.
Aber so ist es sozusagen halt quasi: das Täterabo hat in der Regel der Mann, die Regel hat in der Regel die Frau. Daher auch mein antifeministisches Erkenntnisinteresse.
Aber halt! (Wieso halt, eben wurde doch alles gesagt?) Eben. Aber eben halt halt halt! Frau immer Opfer, Mann immer Täter: wie männlich ist das denn!? Nein, im Ernst, das ist keine feministische Lüge, vielmehr genau das, was (wir) Männer gern glauben.
Stell dir vor, wenn du ein Mann bist, du bist dieser Professorius Doktorius. Pädophile vergewaltigen Kinder. Und was tust du? Du rettest die Kinder vor männlichen Vergewaltigern, indem du diese Vergewaltiger therapeutisch und medizinisch behandelst. Du rettest die Kinder vor bösen Männern und bringst sie in Obhut von guten Frauen. Frauen sind automatisch gut. Deine Welt ist in Ordnung. Du kannst ruhig schlafen. Doch dann erfährst du die Spektakulärstsensation:
Es gibt auch weibliche Sexualstraftäter! Das kann nicht sein. Das ist bestimmt linkogrünale Feminalpropaganda, denn dann müsste man ja „pädosexuelle StraftäterInnen“ schreiben. *innen? Neinlein, da lässt man(n) sie besser dr*aussen. Und das ist nur die Spitze des Scheissbergs.
Dass Frau*en Täter sein können, widerspräche übrigens nicht im Geringsten dem klugen Befund, dass nur Frauen Öpfer sein können. „Frau fickt Mädchen“ klingt sensationeller als „Mann beißt Hund“, kann aber theoretisch passieren. Aber lesen wir uns ruhig diesen loserhaften Opferbericht von Leofeig Opfermann an: „Öch bün aaaauch ajn Opf!“ schreit der biertrunkene Feigopold regelgerecht ins Monophon (auf seinem Tiktokkanal, wo keine verängstigte Frau und kein beschütztender Mann widersprechen kann. Und dann er erfindet er lügnerische fiktive Gewalttaten gewalttätiger Gewalt gegen sich selbst.
Nicht nur als Türke fragst du: „Hä?“ Als autochthoner Bevölkerer kannst du sogar längere Sätze formulieren und fragst: „Eine Frau hat dich vergewaltigt? Bist du etwa schwächer als eine Frau!?“ Ich schwöre, die automatische Verfolgtständigung wollte nach „schw“ schon „ul“ vervollständigen, und ich habe diese homophobe Straftat nur knapp verhindern können. Ich bin ja auch schon müde, und es ist eine Mutmaßung, nein, Ermahnung, nein, ach ja, Zumutung, über kranke Phantasien solch sechster Sorte zu solch seriösem Publikum sprechen zu müssen zu können zu sollen.
So. Also, worum geht’s? Ich habe mich aus falschem, genauer gesagt, nicht ideologisch neutralem Erkenntnisinteresse aus seriösen Quellen informiert, und darum halten diese Informationen dem Truthnarrativ der gesellschaftssozialen Wahrheitssaussage nicht stand. Mehr wollte ich eigentlich geigentlich nicht sagen.