Herr Miener, ein ausgedienter Miner aus Ostdeutschland, trug eine ernsthafte, fast
traurige Miene im Gesicht. Sein Antlitz erhellte sich plötzlich, als er, von seiner alten
Mine verstaubt herausgekrochen kam, sie sah. “Die muss ich mir merken,” und fieberhaft
suchte er etwas zum Schreiben. Eine fantastische Mime namens Hermine, die ihr Leben
wohl durch vortragend der unzähligen schönen und zum Teil traurigen Mienen Gesänge
verdiente. Herr Miener mit Stumpf vom Bleistift seiner Enkelin, die er sorgfältig in seinen Hosensack aufbewahrt hat, schrieb: “Da ist vor mir gestanden, die schöne Schauspielerin,
die wunderschöne Lieder zum Besten gibt, obwohl sie allem Eindruck zu stumm ist."
Eine stumme weibliche Mime, die so schön singt, grübelte Herr Miener vor sich hin.
Sensation, dachte er, es muss doch gefördert werden.
Nicht wie die braunkohlen Minen in ihren Ländern, erinnerte sich traurig.
Er schritt auf sie zu und nahm sein ganzes Herz in die Hand, um zu fragen. wie das sei.
Hermine hat ein richtigen Wortschwall zum Herr Miener zugelassen.
Er horchte gespannt, jedoch begriff er nichts.
Er konnte ja nicht – war nach jahrelangem Schuften in der Mine plötzlich taub…
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