Von fern dröhnt angestrengt ein Nebelhorn,
die Flut nagt grimmig an den Deichen.
Ein alter Mann kämpft gegen Sturm von vorn,
erpicht, sein Ziel bald zu erreichen.
Die junge Frau in Schwarz am Friedhofstor
erwartet ihn schon voller Sorgen.
Inbrünstig singt ein zarter Kinderchor
von einem himmelsgleichen Morgen.
Der Mann verharrt und starrt auf diesen Fluss,
sein einzger Sohn wurd ihm genommen.
Jetzt weiß der Alte, dass er handeln muss:
Noch heute wird er zu ihm kommen.
Ganz langsam senkt der Sarg sich in die Gruft,
verstummt sind letzte Trauerreden.
Aus dieser dichten kalten Nebelluft
scheint es zu weit zum Garten Eden.
Fast lautlos schluckt der Strom den alten Mann,
zieht ihn hinab in graue Tiefe.
Am Grab des Sohnes kommt er niemals an,
doch klingt‘s, als ob ein Typhon riefe.