Ein Frühlingstag in Dresden

Szene zum Thema Wahrnehmung

von  Citronella

Die Szenerie hätte kaum schmerzhafter sein können: Ein strahlend blauer Himmel lag über der stattlichen Dresdner Frauenkirche, das erste zarte Grün wirkte wie ein hoffnungsvoller Vorbote auf den beginnenden Frühling. Unter anderen Umständen hätte dies eine fröhliche Veranstaltung werden können.


Doch unter den hier Versammelten auf dem Neumarkt gab es keine Fröhlichkeit mehr, in vielen Fällen schon seit Jahren nicht mehr. Es waren Angehörige von hunderten Opfern, die seit 2015 durch Migrantengewalt ums Leben kamen, teils unter bestialischen Umständen. Alle Teilnehmer hielten große Fotos der Opfer in den Händen.


Michael Kyrath, Vater der ermordeten 17-jährigen Ann-Marie und Mitinitiator der „Trauerwache Deutschland“ sprach bewegende Worte, und Waldemar Hartmann sparte in seiner längeren Rede nicht mit Vorwürfen gegen die Verantwortlichen. Er betonte auch, dass diese Veranstaltung einzig und allein auf Eigeninitiative der Betroffenen zustandekam und mit keinerlei Fördermitteln ausgestattet wurde.


Der anschließende Rundgang der Teilnehmer erfolgte schweigend, und dieses dröhnende Schweigen an einem herrlichen Frühlingstag in Verbindung mit den mitgeführten Fotos war selbst für einen Zuschauer aus der Ferne am Bildschirm kaum zu ertragen.


Diese Veranstaltung der „Trauerwache Deutschland“, die zweite nach Berlin im November 2025, war seit Wochen angekündigt worden. Offensichtlich aber nur in den neuen Medien, denn weder ARD noch ZDF noch Spiegel, Zeit, SZ, FAZ oder andere berichteten vorher oder anschließend darüber. Wahrscheinlich hatten deren Journalisten alle auf Poel zu tun.


Und wieder einmal möchte man die Frage stellen: Schämt ihr euch nicht über euer Schweigen?



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Kommentare zu diesem Text


 niemand (29.04.26, 16:20)
@ Citro
Es gibt nicht wenige die sich, ohne Scham, hinter die Täter verteidigend stellen würden und dazu noch von ihrer ach so tollen Gutmenschen-Moral schwärmen würden, vom Schweigen mal ganz abgesehen. 
LG Irene

 Citronella meinte dazu am 29.04.26 um 16:29:
So ist es leider, Irene. 

Waldemar Hartmann fragte dann auch in seiner Rede (die ich hier im Forum verlinkt habe), ob es schon jemals einen Politiker gegeben habe, der sich die ganze Nacht um einen Schwerverletzten oder um Angehörige von Mordopfern kümmerte, so wie ein Herr Backhaus es jetzt in Poel beim Wal getan hat ...

LG Citronella

 niemand antwortete darauf am 29.04.26 um 16:43:
Dann müsste solch ein Politiker, seine Verblendung aufgeben.
Aber viel lieber schiebt er noch eine ganz tolle Propaganda
unter die Menschen und da die meisten eh verblendet sind bezüglich dieser Thematik, werden sie einem solchen widerstandslos folgen
wollen.  LG Irene
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