Und was machst du?

Gedicht

von  GastIltis

Wer morgens schon mit Steinen schmeißt,

der handelt auch mit Tränen

und wer ins Bett samt Krümeln beißt,

hat Freigang bei Hyänen.


Im Nachtasyl zum Geistertanz

zeigt jeder seine Klunkern.

Der Poltergeist beim Talmiglanz

kann ganz gespenstisch flunkern.


Und dann beim Knastologentref

der Ausbruchsveteranen,

Gold-Ede sagt noch: Doppel-f,

den Rest kann man nur ahnen.


Die Gartenbank am Friedhofstor,

die ist total verschoben.

Da hat sich wohl der Kirchenchor

beim letzten Lied verhoben.


Im Vogelpark der Nachtgesang,

er zieht sich über Stunden.

Ein Mann starb schon durch Blasendrang,

zwei andre sind verschwunden.


Im Dampfbad der Evolution

liegt eine Frauenleiche.

Und was ergibt die Obduktion?

Sie starb an Knochenweiche.


Das Lied hat seinen Zweck erreicht,

sich nicht zu ernst zu nehmen.

Doch wer es liest, kann sich vielleicht

ansonsten einfach schämen.



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Kommentare zu diesem Text


 Reliwette (04.05.26, 11:57)
hallo, Gastritis - nee Gast-Iltis mit dem flauschigen Fell! Sehr geistreicher und gut ausgewogener Zeilentext! Summa cum laude, mein Freund. Es gehen seltsame Dinge vor, auf kv, aber das sollte dich wirklich nicht berühren!
Lieber Gruß!
Hartmut

 Didi.Costaire (04.05.26, 12:50)
Moin Gil,

bei jenem Knastologentref
samt Sägen und Gedrechsel,
da sang natürlich Hilde Knef:
Ich brauch' Tapetenwechsel.

Das Lied hat seinen Zweck erreicht...

Liebe Grüße, 
Dirk
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