Versunken im Weiß meines Bettes

Text

von  Verlo

Dort möchte ich meine letzten Augenblicke verbringen.


Nicht dem Firmament nahe, schon gar nicht auf einem kalten Gletscher, sondern hier im Dorf in meinem warmen Bett.


Unschuldig waren meine Geliebten nie, so jung sie auch waren. 


Eine hatte Lust am Töten von Tieren und einen zuvor nicht so intensiv erlebten Orgasmus, während sie mich vergewaltigte. 


Auch ihr würde ein weißes Kleid gut stehen. Ein unschuldiges Lächeln ist ihre stärkste Waffe.


Keine hat ihre Versprechen gehalten. Alle haben extrem für sich gesorgt.


Und ich war dankbar für die Reste, denn das war mehr Liebe, als ich zuvor von meiner Mutter bekommen habe.


Hab wohl keine glückliche Hand gehabt mit Frauen. Oder bekommen, wozu ich in der Lage war, es anzunehmen.


Sie und ich waren nicht zu mehr in der Lage. Es gibt also keinen Grund, böse zu sein.


Aber auch keinen, mit einer von ihnen meine letzten Augenblicke zu verbringen. 


Die Liebe und das Glück, die ich jetzt fühle, habe ich dem Land, das mich aufgenommen hat, und mir, der ich seine Angebote annehme, zu verdanken.


Deshalb gibt es keinen Grund, an irgendeinem anderen Ort als hier Danke für alles und Lebt wohl zu sagen.



Anmerkung von Verlo:

Angeregt durch "Versunken in Weiß" von Ekki.

https://keinverlag.de/508748.text

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Kommentare zu diesem Text


 Moppel (05.05.26, 20:04)
jeder wie er mang, Verlo... lG von M.
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