Der Taxifahrer vor dem Klinikum war mit seinem Smartphone beschäftigt, als ich die Beifahrertür öffnete und ihm mein Ziel nannte. Für einen Moment zögerte er, dann meinte er: „Steigen Sie ein!“. Während ich mich anschnallte, führte er ein kurzes, eindringlich klingendes Telefonat in einer Sprache, die ich für Türkisch hielt, dann startete er. Er fuhr über die nächste Kreuzung hinweg, obwohl ich der Meinung war, er hätte links abbiegen müssen. Ich fragte nach, wie er fahren wolle.
Ich müsse ein paar Straßen weiter auf einem Parkplatz in ein anderes Taxi umsteigen, denn er habe gleich eine wichtige Krankenfahrt und könne mich selbst nicht bis in meinen Wohnort fahren, meinte er.
Tatsächlich wartete an der angegebenen Stelle ein anderes Taxi.
„Und wie machen wir es mit der Bezahlung?“
„Kein Problem, das macht der Andere. Der ist nämlich mein Schwiegersohn.“
Der nette junge Schwiegersohn fuhr mich zügig und sicher nach Hause. Die Unterhaltung war allerdings etwas mühselig, denn seine Deutsch-Kenntnisse waren im Vergleich mit seinem Schwiegervater etwas holprig.
Ein bisschen von dieser Art Familienzusammenhalt, der Leichtigkeit und dem blitzschnellen Ergreifen von Situationen könnte den Deutschen auch nicht schaden, dachte ich noch, als ich die Haustür aufschloss.