im Eden

Gedicht

von  Tula

im Eden
brüllen die Bestien rund um die Uhr und
bringen Schwung in den Schlaraffenwald: jagen
hastige Krabbler durch verborgene Gänge
emsige Tausendfühlerinnen in jeden Winkel der Belaubung
auf und ab, uralte Sammler und Träger (Gürteltierchen allesamt)

exotische Falter flattern aufgeregt umher (sich selbst hetzend)
auf halber Höhe erigieren Schnüffelaffen, auch sie
stets auf der Hut vor Giftfröschen und zischenden Schlagen
während im oberen Geäst die Harpyien lauern, bereit
sich auf jeden zu stürzen, der irgendwo unachtsam weilt

alles huscht und pusht und kuscht und
wer nicht schnell genug zu flitzen vermag, der
fliegt
allein das Faultier rekelt sich entspannt
in üppiger Bettung

und keine Frucht ist exquisit genug!
sogar der Apfel ist im Paradies verpönt, serviert
an seiner statt Guayabastrudel mit Cherimoyaeis
Pablo kennt die Früchte seiner Heimat
wie die meisten hier
vorsichtig pikt er mit der Gabel 
ein winziges Loch ins Gebäck und steckt drei
Popel hinein


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