der Demolition Man

Gedicht

von  Tula

der Demolition Man

ist einer, der sich endlich mal was traut
hier durchgreift, aufräumt, sich um Ordnung kümmert
der alles was im Wege steht, zertrümmert
vor allem wenn man uns vom Teller klaut

die allerbesten Häppchen (also seine)
da wütet er, bis sich die Balken biegen
und bleibt kein Fakt auf einem andern liegen
begräbt der Stall beim Einsturz … arme Schweine

wo Unrecht weilt, erscheint er als Befreier
und wirft sich wie Godzilla in die Schlacht
erst fliegen Bomben, dass die Börse lacht
dann wieder Korken auf der Siegesfeier

er fing bescheiden an, mit einem Haus
(ein altes weißes, völlig démodé)
Gesetz, Verträgen, Booten auf der See
dem Napf der nimmersatten Kirchenmaus

bis er begriff, er könne ‚Großes‘ wagen
und demoliert seitdem (wo es sich lohnt)
so ziemlich alles und wohl bald den Mond
selbst Tempel, die nicht seinen Namen tragen

die Liste seiner Taten füllen Bände
was immer seine Hand berührt … muss sterben
was er noch vorhat? Chaos, Schutt und Scherben
und auch ein Armageddon, ganz am Ende


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