DIE KUNSTSTOFFHALTIGE WAHRHEIT DER #NATUR# & IHRER 'WUNDER'

Dokumentation zum Thema Schein und Sein

von  harzgebirgler

5Ktzv2lyChIAAAAASUVORK5CYII=

Mikroplastikpartikel sind mittlerweile allgegenwärtig in der Erdatmosphäre. Da die winzigen Kunststoffteile zusammen mit Ruß, Staub und Aerosolen in der Luft zirkulieren, dienen sie oft als Kondensationskerne für die Wolkenbildung oder setzen sich nachts auf Oberflächen ab.


Weil Tau durch kondensierende Luftfeuchtigkeit auf eiskalten Oberflächen entsteht, schließt er diese Schwebstoffe aus der Meeres- oder Umgebungsluft direkt mit ein. Forschende weisen Mikroplastik heute routinemäßig in atmosphärischen Niederschlägen wie Regen und Schnee nach. Der logische Schluss in der Umweltforschung ist daher, dass auch Tau winzige Mengen dieser Partikel enthält, wenn er sich in einer belasteten Umgebung (wie städtischen Regionen oder stark befahrenen Gebieten) bildet.


Die Partikel im Wasser und in der Luft sind oftmals mikroskopisch klein. Häufig handelt es sich um synthetische Fasern, Reifenabrieb oder den Zerfall von größeren Plastikteilen. Atmosphärische Einträge stellen einen wesentlichen Hauptweg dar, über den Mikroplastik selbst in entlegene Waldgebiete oder das Eis der Arktis und Antarktis gelangt.


Die Wissenschaft hat die Belastung unserer Böden, Ozeane und Wälder durch Studien, wie beispielsweise des Max-Planck-Instituts für Meteorologie, bereits gut dokumentiert.


JsJq8ynQQAAAABJRU5ErkJggg==


Mikroplastik ist – was ja kein Wunder - mittlerweile auch in vielen Insekten, einschließlich Libellen und deren Larven, nachweisbar. Da die Partikel durch Regen und Wind in Gewässer gelangen, nehmen die Larven das Plastik auf – entweder direkt oder über ihre Beute, wie beispielsweise Mückenlarven.

Da Insekten wie Libellenlarven ein zentrales Glied im Ökosystem darstellen, wandert das Mikroplastik über sie direkt in höhere Nahrungsebenen.

Studien zeigen, dass Libellennymphen Mikroplastikpartikel im Wasser häufig mit Beute verwechseln oder nehmen sie indirekt über den Magen-Darm-Trakt ihrer Beutetiere auf.

Sogar nachdem sich die Larven an Land oder am Ufer in fliegende Insekten (Imagines) verwandelt haben, konnten winzige Kunststoffpartikel im Körper nachgewiesen werden. Über fliegende Insekten (wie Mücken oder Libellen) gelangt das Plastik weiter in die Körper von Vögeln, Fledermäusen und Spinnen, die sich von den Insekten ernähren.

Das Mikroplastik reichert sich nicht nur passiv im Verdauungstrakt an, sondern hat auch messbare biologische Effekte auf die Tiere: Hohe Konzentrationen können die Entwicklung der Larven beeinträchtigen und teilweise die Verpuppung und das Schlüpfen verhindern. Die Partikel verursachen oxidativen Stress, Entzündungen und können das Nervensystem (Neurotoxizität) der Insekten schädigen. Zudem verändern sie oft die Aktivität und das Verhalten.

Da Plastikpartikel in der Natur nicht abgebaut werden, sondern sich immer weiter zerkleinern, sind mittlerweile nahezu alle Lebensräume und die darin lebenden Insekten von dieser Verschmutzung betroffen

Weitere Details zu den ökologischen Auswirkungen und den Nachweismethoden bei Insekten finden sich in Berichten von Wageningen University & Research oder in Studien der Universität Freiburg.

c8BejdnGDOBLO2BlMdwgopRjRpq8mTO1cg7YFOv5X6+9sGWiHhGSAAAAAElFTkSuQmCC



Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Zur Zeit online: