Dunkel

Kurzgedicht

von  niemand



In Mutters Schatten gehn

war Pflicht

Wer Schatten kennt

sehnt sich nach Licht


Hab mir solch Gehen

einverleibt

die Mutter ging


ihr Schatten bleibt



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Kommentare zu diesem Text

altezeit (42)
(04.06.26, 10:53)
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 niemand meinte dazu am 04.06.26 um 11:15:
Dankeschön Dir!   ;)     Mit lieben Grüßen zurück, niemand
Teo (73)
(04.06.26, 11:06)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.

 niemand antwortete darauf am 04.06.26 um 11:14:
Sorge Dich nicht Teo, ich verarbeite in solchen Gedichten nur die
Schatten einer Kindheit, die so mancher in irgendeiner Form auch kennt. Los wird man die nicht, aber manchmal hilft es sie in Worte 
zu packen   ;)     Mit liebem Dank und lieben Grüßen zurück, Irene

 LotharAtzert (04.06.26, 15:23)
Ja, macht nachdenklich.
Die Klitschkos sollen der Mutter am Totenbett versprochen haben, nie gegeneinander zu kämpfen.

Und als ich Mutter zaghaft vom ersten Verliebtsein berichten wollte, fragte sie, ohne darauf einzugehen, was sie heute zum Essen kochen soll. Da brach in mir alles zusammen. alles Mütterliche ab da verdächtig ignorant..
Noch heute und längst ohne ein Liebchen zum Erwärmen verfolgt es mich bis in die Sprache hinein: ich gehe stets davon aus, von Müttern seelisch mißhandelt zu werden und wenn es mir lohnenswert erscheint, werden die Worte dann schärfer und der Mittelfinger beginnt zu jucken ...
"Zuviel input" sagte mal einer. Der hatte bestimmt ne mam.  :)

 Wastl schrieb daraufhin am 04.06.26 um 15:30:
Sehr gutes Gedicht, Irene.

Und auch Dir Lothar, danke, dass Du einen nicht unwesentlichen Teil aus Deiner Kindheit mit uns in diesem Forum teilst.

Liebe Grüße

Wastl

 niemand äußerte darauf am 10.06.26 um 10:03:
@ Lothar
@ Wastl

Dankeschön Euch! Und liebe Grüße zurück, Irene

 Janna (10.06.26, 08:13)
Ein Gedicht, das auf den Punkt genau trifft. Sehr, sehr gut!

Liebe Grüße

Janna

 niemand ergänzte dazu am 10.06.26 um 10:04:
Vielen Dank, Janna! Und liebe Grüße zurück, Irene  :)

 Janna (10.06.26, 08:13)
Ein Gedicht, das auf den Punkt genau trifft. Sehr, sehr gut!

Liebe Grüße

Janna

 downunder meinte dazu am 10.06.26 um 08:37:
Ich bin kein Reimer, aber dieses Gedicht trifft meinen Nerv, weil es kurz, prägnant und sehr verdichtet ist. Meine Mutter, die vor 3 Jahren mit 95 gestorben ist war und ist immer noch meine Sonne.

LG

 niemand meinte dazu am 10.06.26 um 10:03:
Dann hast Du mein Gedicht anders, wenn auch scheinbar in Deinem Sinne, verstanden. Das mit der Sonne. könnte für meinen inzwischen leider verstorbenen Bruder "gelten". Dem war meine Mutter auch seine "Sonne". Nur hat  ihm diese "Sonne" jedes eigene Licht überblendet. Er war zu nichts Eigenem mehr fähig. 
Mit liebem Dank und Gruß zurück, niemand

 Janna meinte dazu am 10.06.26 um 10:15:
Komisch, es gibt bei uns einige Übereinstimmumgen. Mein Bruder war auch Mamas Liebling. Er hielt sich deshalb für den besseren Teil der Geschwister. Ich glaube, das tut er heute noch. Er hat nie begriffen, warum sie mich nicht so lieben konnte wie ihn. Und sonnt sich in einem Glanz, den es nie gab.

 downunder meinte dazu am 10.06.26 um 10:46:
Hallo, von Deinem leider verstorbenen Bruder habe ich in dem Gedicht, das ihm ganz offensichtlich gewidmet ist nichts gelesen. Darauf kommt es aber auch überhaupt nicht an. Ich vertrete die Auffassung, dass die Intention des Autors oder der Autorin zweitrangig ist; maßgeblich ist immer, was beim Lesenden ankommt. Bitte versteh mich da nicht falsch. Und Dein Gedicht hat mich sofort angesprochen, weil es sehr kurz, prägnant und doch verdichtet ist. Ich habe es so gelesen, dass Lyri im Schatten der Mutter stand und nicht genug Liebe empfangen hat. Und da musste ich halt an meine Mutter denken, die für mich zeitlebens meine Sonne war und es auch immer noch – auch 3 Jahre nach dem Tod – ist. Auf jeden Fall ist Dir wirklich ein hervorragendes Gedicht gelungen, das ich sehr gerne gelesen habe.

Herzliche Grüße

Antwort geändert am 10.06.2026 um 10:46 Uhr

Antwort geändert am 10.06.2026 um 10:48 Uhr
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