Quark!

Märchen

von  niemand



Sitzt im Teich, nebst Wasserrosen,

sitzt ein Frosch, in solch famosen

Ecke, und quakt: Quark -


denkt die Maid, dort auf der Brücke,

denkt, dass ihr das Kunststück glücke,

hier im Freizeitpark,


mich auf meine Gosch zu küssen,

mich, den Frosch, verwandeln müssen

in die Prinz-Gestalt,


welche einst, vor hundert Jahren,

in ein Märchenbuch gefahren

ist, mit Traumgewalt?




Und die Maid? Steht auf der Brücke,

steht und wirft verträumte Blicke

Richtung Frosch und denkt:


Will ich diese Kröte küssen,

werd ich wohl ersaufen müssen -

danke, nein, geschenkt!


Doch das Holz der morschen Brücke,

splittert langsam, bricht in Stücke -

plumps! Da liegt sie drin!


Und sinniert: Bin nicht ertrunken,

nicht entgegen allem Unken -

ergo küss ich ihn.


Doch der Frosch quakt: Lösch dein Fieber

und erspare mir den Glibber

aus des Menschen Mund -


Lass den Traum von jenem Badel,

der sich Prinz nennt und vom Adel

ist und werd gesund!


Und dann ruft er seine Fröschin:

Zeig Auguste dich und lösch ihn,

diesen Wahnsinn hier,


dass, wenn ich erneut hier bade,

nicht noch eine, so malade

Träumerin verspür!








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