schwanengesang

Text zum Thema Märchen

von  Perry

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schwanengesang

so sehr ich auch puttelte
die guten ins töpfchen
die schlechten ins kröpfchen davon träumte wir
wären ein pärchen am ende blieb es ein märchen

so inbrünstig ich auch sang die laute zum klingen
brachte den vogel auf der weide hoch schickte
zur turmzinne es war letztendlich doch nur minne

so sehr ich es mir auch wünschte es war keine
nachtigall sondern ein schwan der das trauerlied
anstimmte während der morgen bereits grimmte

 



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Kommentare zu diesem Text


 AnneSeltmann (08.07.26, 10:18)
Dein Gedicht gefällt mir sehr, weil es mit vertrauten Märchen- und Liedmotiven spielt und ihnen nach und nach die Hoffnung nimmt. Es beginnt fast verspielt und entwickelt sich Zeile für Zeile zu einer leisen Erkenntnis, dass manche Wünsche eben Wünsche bleiben.
Besonders schön finde ich, wie sich die Sprache selbst verändert. Vom Aschenputtel über die Minnelieder bis hin zum Schwan als Trauervogel – die Bilder wirken wie Stationen einer Liebe, die nie ganz Wirklichkeit werden durfte. Dass am Ende nicht die Nachtigall singt, sondern der Schwan sein Trauerlied anstimmt, hat mich besonders berührt. Dieses Bild bleibt lange nach dem Lesen im Kopf.
Für mich erzählt das Gedicht davon, wie hartnäckig Hoffnung sein kann und wie schwer es ist, sich von ihr zu verabschieden. Gerade weil du das nicht direkt aussprichst, sondern in diesen poetischen Bildern erzählst, entfaltet der Text eine große Wirkung.
Ein Gedicht, das beim zweiten Lesen sogar noch mehr preisgibt als beim ersten.


Liebe Grüße

Anne
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