Verwischte Zeichen

Gedicht

von  Drita


Im erloschenen Glanz des Purpurs

suche ich nach dem,
was einst ein fernes Lächeln war,
verborgen
wie Licht in kaltem Metall.

Dort, wo einst das Glück verweilte,
sitzt nun die Zeit,
in Scherben zerfallen;
Kreise ruhen,
Linien schweigen,
und der Tanz ist Staub
im Winkel der Gedanken.

Ich wog die Liebe
auf einer Waage aus Blei,
trug die Jahre wie Steine auf der Brust -
ein Kind,
ein Spiel,
doch alles gefangen
im Schatten der Form.

Die vergangenen Jahre:

verwischte Zeichen
auf der Tafel der Welt,
halb ausgelöscht.

Ich strecke die Hand aus
und finde nur die Zukunft -
ein fernes Leben,
unerbittlich.

Die Sonne sinkt
wie ein müder Gedanke
und verliert sich
in der Geometrie der Nacht.

Die Kälte vermisst den Raum.

Und dann -

die Ewigkeit,

schwer
wie ein Rätsel
ohne Lösung.



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