Sie schrieben im Mai einen Brief und meinten darin, mein Beitragskonto wiese bis einschließlich (!) Juni desselben Jahres einen offenen Betrag aus. Ich hätte also etwas auszugleichen, nicht etwa bis irgendwann, nicht etwa sofort - oder doch?
Arglistig Schulden ankreiden, das scheint erklärtes Ziel derartiger Anstalten zu sein. Eine eigene Klientel als nachlässig und mit offenen Beträgen herumlungernd in Szene zu setzen, scheint ein strategischer Schachzug solcher Anstalten. Dieses Gebaren, sich Schuldner herbeizudatieren, solche, die mit einem Bein, auch wenn noch gar nicht Zahltag ist, auf der Bordsteinkante zum Inkasso und Gerichtsverfahren stehen und vielleicht absegeln, ist enttäuschend und hat nur teilweise etwas mit Einschüchterung zu tun. Es ist ein neues Konzept von Täuschung und einer von den Anstalten ersehnten Rollenverteilung aus Meister und Sklave.
Dies passiert(e) nicht etwa mit windigen Vertragspartnern für irgendwas, sondern mit dem Beitragsservice (!) der öffentlich-rechtlichen Rundfunkmedienanstalten.