Lange Wege wandert ein Sommer
mit dem Rötel der vollen Sonne,
bis die Erde trocken und rissig
ein Gesicht in Ocker und Umbra zeigt,
das sich im Spiegel einer
einzigen Lache aus Tränen
wiedererkennt.
Nur Traurigkeit erinnert mich,
welche Furchen mein Leben trugen,
und nur die Kreideblässe um meine Augen
zeigt mir, wie ich aus ihnen noch strahle.
Müde vom ganzen Zinnober,
das mir als Feuer nicht mehr leuchtet
und Gedanken und Ideen
abgetragen daliegen lässt
in Höhlen und Schächten,
die dunkler sind als Unkreide.
Wenn der späte Herbst kommt und
die Grünerde zum vorerst letzten Mal
ihr Bett hergibt,
erinnere ich mich der Nächte im Korn,
der Ernte, die nur satte Farben sahen,
und bleibe wartend
auf den Winter, der kalt und eisig
die Nase verstopft
und das Augenlicht schließlich dämmert.
Die dunkelste Stunde schlägt,
wem schließlich der Sand verrinnt
und alles an Farben
der Erde wieder überlässt.