Ruhe!

Alltagsgedicht zum Thema Schutz

von  niemand



Schweig, mein Kind, schweig,

sonst bist du verloren -

wie so viele, die verloren sind.


Unsre Welt hat große Segelohren,

die erspüren jeden Gegenwind.


Schweig, mein Kind, schweig,

das ist viel gesünder -

deine Wahrheit ist nicht von Gewicht.


Unsre Welt hat viele große Münder,

wovon jeder stets das Gleiche spricht.


Übe im Verschweigen dich beflissen,

besser noch du stellst dich taub und blind.

Den der sieht und hört, wird man vermissen -


wir vermissen dich schon jetzt

mein Kind!




Hinweis: Der Verfasser wünscht generell keine Kommentare von Saira, Schtzngrrrrm und EVdR.

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Kommentare zu diesem Text


 DanceWith1Life (21.07.26, 12:19)
Also hierzu hätte ich gerne die Kommentare von den gesperrten gelesen.

 niemand meinte dazu am 21.07.26 um 12:59:
Lass Dir doch von den Betreffenden einen Verriß per PN zuschicken.
LG niemand

 DanceWith1Life antwortete darauf am 21.07.26 um 13:01:
Ich bin mir da nicht so sicher, dass sie diesen Text verrissen hätten, ganz im Gegenteil.

 niemand schrieb daraufhin am 21.07.26 um 13:03:
Das käme dann doch auf die Interpretation an.  8-)

 DanceWith1Life äußerte darauf am 21.07.26 um 13:09:
Auf die kommt es doch immer an, oder?

 Schtzngrrrrm ergänzte dazu am 21.07.26 um 13:19:
:)

EIN WIEDERKEHRENDES PHÄNOMEN BEI KV UND ALLGEMEIN IM ÖFFENTLICHEN DISKURS, DANCE. AUS MEINER SICHT ERGIBT SICH AUS DER POSTFAKTIZITÄT TATSÄCHLICH EINE KONSEQUENZ FÜR JEGLICHES SCHREIBEN: DRÜCKE DICH STETS, AUCH METAPHORISCH, SO AUS, DASS DAS GESCHRIEBENE NICHT VON DEN ANHÄNGERN JENER IDEOLGIE, GEGEN DIE DU SCHREIBST, GENUTZT WERDEN KANN, UM SIE ZU BESTÄTIGEN. ES IST EINE HERAUSFORDERUNG. 

DIESEN TEXT VERÖFFENTLICHTE ICH UNTER ANDEREM NAMEN 2020 BEI KV. HEUTE WÜRDE ICH IHN NICHT MEHR SCHREIBEN.  


Hier bin ich – wo bist du?

An die bleiche Mutter.
 
 
Mögen andere von Herkunft sprechen
ich spreche vom Dasein.

Mama, ich habe gut geschlafen und als ich aufgewacht bin, war mir schlecht.
Ich habe Stimmen trommeln gehört und jetzt gehen sie nicht mehr weg.
Mama, ich lag mit kalten Füßen stundenlang wach, bis der Morgen graute und wartete auf die Sonne, aber als sie zurückkam, tauchte sie mich in ein kaltes Licht.
Mama, ich glaube, heute war im Schlaf und beim Aufwachen war wieder gestern.
Ich werde nie wieder einschlafen können.
Ich wollte das Radio anmachen, aber da waren die Stimmen auch.
Sie krochen mir unter die Haut und setzten sich in mein Ohr.

Mama, sag doch, Mama, hörst du sie auch?

Ach Kind,
wer wird denn hysterisch werden?
das sind nur Schafe im Wolfspelz.
Sie jaulen im Traum,
hör nicht hin.
Sie geigen dem Mond ihre Meinung.
Das werden sie wohl noch machen dürfen.
Sprich sie nicht an,
sonst weckst du sie auf.
Draußen steht immer noch eine Eiche.
Der Adler ist sicher in seinem Horst.
Wir haben Hölderlin Jahr.
Komm, sag mir ein Verslein von Ringelnatz auf.
Die Fleischpreise bleiben stabil.
Nimm dir ein Stück vom Kartoffelbrot
und einen Schluck süßen Riesling dazu.
Nichts ist, wie es nicht immer schon war. 

 
Mama, ich habe gegen die Stimmen angebrüllt, so laut ich konnte, aber sie wollten keine Ruhe geben.
Ich habe sie aufgezeichnet und am Markplatz herumgezeigt.
Ich solle sie nicht damit langweilen, das sei kein Grund, sich aufzuregen.
Mama, sie waren wie du. Die trommelnden Stimmen schoben sie auf die Nacht.
Sie fragten, wie ich die Wirklichkeit für mein Leben wollen könne.
Hattest du sie alle in deinem Bauch?
Ich habe seit Jahren nicht geschlafen.
Ich muss immer an die Zahlen denken.
Mama, sag doch, Mama, hörst du das Schweigen auch?


Ach Kind,
wer wird denn hysterisch werden?
das sind nur Schafe im Wolfspelz.
Sie jaulen im Traum,
hör nicht hin.
Sie geigen dem Mond ihre Meinung.
Das werden sie wohl noch machen dürfen.
Sprich sie nicht an,
sonst weckst du sie auf.
Draußen steht immer noch eine Eiche.
Der Adler ist sicher in seinem Horst.
Wir haben Hölderlin Jahr.
Komm, sag mir ein Verslein von Ringelnatz auf.
Die Fleischpreise bleiben stabil.
Nimm dir ein Stück vom Kartoffelbrot
und einen Schluck süßen Riesling dazu.
Nichts ist, wie es nicht immer schon war.

Mama, ich habe Schüsse gehört, Weinen und einen erstickten Schrei-


 niemand meinte dazu am 21.07.26 um 13:24:
Sag mal Schitzi... Deine Eitelkeit ist dermaßen groß, dass es Dir nicht zu dumm erscheint Deine Texte unter anderen zu posten. Kriegst Du zu wenig Aufmerksamkeit unter Deinen Elaboraten? Ich denka ja.
Irgendwie armselig. Und damit Du nicht ganz durchdrehen musst,
bezüglich Deines Wahrnehmungs-Komplexes, sperre ich Dich erneut.
LG niemand

 Moppel (21.07.26, 12:24)
es schleift sich so ein, Irene...jaanz langsam
lG von M.

 niemand meinte dazu am 21.07.26 um 13:00:
... langsam aber nachhaltig, liebe Monika ...
Mit liebem Gruß zurück, Irene   :)
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