Schaun sie doch mal in die Gazette!

Alltagsgedicht zum Thema Ironie

von  niemand


Wenn wir berichten, dann mitnichten

wohl darüber, was vielen über

und auch durch die Hirne zieht.


Ist ja nicht so, dass wir nichts sichten,

jedoch lieber ist uns, dass keiner stiert

auf das, was grad geschieht.


Es scheint uns richtig, das was wichtig ist

zu deckeln und daher keckeln wir

in den Gazetten rum.


Euch wills nicht passen? Kinder lasst es

einfach steckeln! Uns treibt der Geist

der Zeit und nicht der eure um!


Drum schreiben vehement wir heut

über Pinguine und deren Miene,

wenn sie auf dem Eis spazieren.


Auch Orchideen liegen grad auf

unsrer Schiene. Wir untersuchen

warum sie am Nordpol frieren!


Bald kommt die Ameise, die weise,

vor die Linse. Es ist erstaunlich wie sie

eine Blattlaus trägt.


Ja, wir berichten gern vom Grashalm

bis zur Binse, nur nicht darüber was euch,

schnödes Volk, bewegt!





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Kommentare zu diesem Text


 Citronella (07.01.26, 17:26)
Also ehrlich, Irene, die zwei Minuten in der Tagesschau über schnuckelige Brillenpinguine vor Südafrika, die auch aufgrund des Klimawandels sehr gefährdet sein sollen, waren doch unterhaltsamer als 30 Sekunden Meldung über einen „Stromausfall“. Wer will denn frierende alte Omas im Fernsehen sehen?  
Und inzwischen gibt’s ja auch wieder Strom in Berlin. Also weitergehen - gibt nichts mehr zu sehen. 

Bis zum nächsten Attentat, über dessen Hintergründe dann auch wieder nicht berichtet wird.

LG Citronella

 niemand meinte dazu am 07.01.26 um 17:33:
Du bringst es auf den Punkt, liebe Citro.         :O
Das Banale, das erfüllt den Zweck,
das Wichtige geht Wisch & Weg!
LG Irene
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