Bellende Wolken

Gedicht

von  Wastl

Du Rhinozeros 

mit spitzem Ziegenbart, 

du Elefant mit Ameisenhirn;   

falsche Schlange, 

die sich verstellt 

und so tut, 

als sei sie kein Mensch, 

oder doch ein Mensch, 

aber kein echter. 

Seht sie an, 

die einst weiten, 

aufgestachelten Ozeane, 

wie sie sich in ihrer unsäglichen Eitelkeit 

gegenseitig auftürmen 

bis zum Mars 

und die Menschheit im Stich lassen. 

Sie verdurstet im Trockenen 

und wird bald wie haut- und fleischlose Skelette 

die Erde umkränzen. 

Vielleicht kommt ein größenwahnsinniger Künstler 

auf die Idee, 

dies sei ein Kunstwerk. 

Oder noch schlimmer: 

Es sei sein Kunstwerk. 

Noch größenwahnsinniger sind all die Zauberer, 

die ganze Horden von Kaninchen 

aus ihren Polyesterhüten hervorzaubern 

und dadurch die ganze Stadt 

ins Unglück stürzen. 

Seht sie an, 

die traurigen Trauben, 

wie sie weinend am Weinstock quellen, 

während rachsüchtige Engel 

sämtliche Kathedralen 

dem Erdboden gleichmachen.


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Kommentare zu diesem Text


 Aber (23.07.26, 01:05)
Ich habe nichts gegen Dich,  Wastl.

 Wastl meinte dazu am 23.07.26 um 01:09:
Schaut scho aber a weng gruselig aus, dei Buidl. Aba mei, muas an Grund dafür gem.

 Aber antwortete darauf am 23.07.26 um 01:24:
Durch die Diät.
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